Preisportale: Idealo.de öffnet Direktkauf für alle Partner

Vor einem Jahr hatte man den Testlauf gestartet, nun gehört das Feature zum Standard-Repertoire: Wer auf dem Online-Portal Idealo.de die Preise verschiedener Online-Shops vergleicht, kann bei immer mehr Händlern einen so genannten “Direktkauf” in Anspruch nehmen. In diesem Fall müssen Nutzer von Idealo nicht mehr einen externen Online-Shop aufsuchen, um ihr Wunschprodukt zu kaufen – was bei Preisportalen an sich ja üblich ist.

Idealo DirektkaufNotebooksbilliger.de bietet den Direktkauf bei Idealo.de an (Bild: Screenshot)

Denn Kunden können nun ihre Lieferanschrift direkt bei Idealo hinterlegen und Produkte bestellen, ohne das Portal zu verlassen. In einem zweiten Schritt wird der Einkauf dann in der Regel über PayPal bezahlt, wobei Händler auch weitere Bezahlverfahren anbieten können.

Wenn der Kunde direkt bei Idealo kauft, bekommt Idealo als Vermittler eine Provision vom Umsatz. Sollte der Kunde lieber im externen Online-Shop kaufen wollen (weil dort vielleicht auch weitere Bezahlverfahren wie der Kauf auf Rechnung angeboten werden), bekommt das Preisportal jeden Klick zu einem externen Anbieter wie gewohnt mit einer Pauschale bezahlt.

Nach Testphase: Direktkauf-Feature steht nun doch allen Händlern offen

Bislang nutzt eine zweistellige Zahl von Händlern den neuen Direktkauf bei Idealo.de, der auch bei Kunden sehr gut ankomme – obwohl der Direktkauf eigentlich keine wirklichen Mehrwerte für die Nutzer bietet. Denn Verbraucher müssen genauso ihre Adressdaten eintippen und ein Bezahlverfahren wählen, wie es beim Kauf in einem externen Online-Shop üblich ist.

Hier gibt es eher Vorteile wie alternative Bezahlverfahren, weil Händler in ihrem Online-Shop für gewöhnlich nicht nur PayPal anbieten. Zum anderen verfügt der Kunde vielleicht schon über ein Konto bei einem Anbieter und kann seine Adressdaten bequem abrufen, ohne sie erneut eintippen zu müssen. Dass der neue Direktkauf daher so gut ankommt, verwundert schon. Der Direktkauf wirkt aber sehr übersichtlich, was für Kunden ein Vorteil sein könnte – verbunden mit dem (psychologischen) Pluspunkt, kein externes Portal mehr zu brauchen.

Idealo Direktkauf FormularDer Direktkauf wirkt sehr übersichtlich und klar strukturiert (Bild: Screenshot)

Dass der Direktkauf gut ankommt, dürfte aber auch an den teilnehmenden Händlern liegen. Denn heute unterstützen auch Big Player wie Notebooksbilliger.de das Feature, das zum Start eigentlich als Hilfsmittel für kleine Händler konzipiert war. Diesen wollte Idealo mehr Chancen einräumen, wenn Kunden bei ihnen einfacher online ordern können. Die Begründung: Kleinere Händler haben schnell den Nachteil, dass Kunden sich bei ihnen zunächst für einen (Erst-)Kauf anmelden müssen – während Verbraucher bei Amazon & Co. meist schon ein Konto besitzen.

Wenn der Preis für ein Produkt daher ähnlich ist, dürften vielen Verbraucher eher bei den üblichen Verdächtigen kaufen – anstatt sich erst bei einem Händler neu zu registrieren.

Mit dem Direktkauf wollte Idealo daher ursprünglich mehr Chancengleichheit schaffen. Ich hatte aber bereits vor einem Jahr davor gewarnt, kleineren Händlern mehr Bordmittel an die Hand zu geben – schließlich werden dadurch ja wiederum direkt die Big Player benachteiligt.

Jetzt bietet Idealo.de den Direktkauf prinzipiell für alle Händler an, da für jeden Partner die gleichen Chancen bestehen sollen. Tests hätten nämlich ergeben, dass auch große Händler das neue Feature attraktiv finden. Wer Idealo.de beim Preisportal-Markting nutzt, kann daher jetzt prinzipiell alle gelisteten Artikel für den Direktkauf freischalten (Infos: direktkauf@idealo.de).

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