„Positives Feedback“: Rose Bikes eröffnet den zweiten Multimedia-Store

Seit gut einem Jahr betreibt der Fahrrad-Versender Rose Bikes in München ein Ladengeschäft, in dem Kunden individuelle Fahrräder an Tablet-PCs konfigurieren und in Auftrag geben können. Weil dieses Multichannel-Konzept aufgeht, setzt Rose nun bei einem weiteren Standort auf das moderne Store-Format. So wurde nun das bestehende Ladengeschäft am Firmensitz in Bocholt umgebaut und um die Multimedia-Features erweitert, mit denen Rose bereits seit einem guten Jahr in München verkauft.

Rose Touchscreen
Ein iPad-Konfigurator im neuen Store in Bocholt (Bild: Rose Bikes)

In Bocholt finden daher Kunden nun auch iPad-Stationen, die sich neben verschiedenen Fahrrad-Modellen befinden. Diese können Kunden im Geschäft dann an den Tablet-PCs nach ihren Wünschen individualisieren, indem sie zum Beispiel das Standardmodell mit einer anderen Gangschaltung oder anderen Bremsen ausstatten.

Dabei nutzen Kunden über das Tablet den Online-Konfigurator aus dem Online-Shop von Rose Bikes. Deshalb können Verbraucher zum Beispiel bereits zu Hause mit der Konfiguration starten und ihre Wunsch-Kombination in ihrem Kundenprofil im Online-Shop speichern.

Vor Ort können sie diese Daten dann am Tablet-PC aufrufen und zum Beispiel offene Fragen mit einem Mitarbeiter besprechen. Identifiziert wird der Kunde dabei über seine Kundenkarte, die am Tablet-PC eingelesen wird. Alternativ kann der Kunde die Konfiguration im Geschäft starten und das personalisierte Bike in seinem Online-Profil speichern, um es anschließend zu Hause fertig zu gestalten.

Multimedia-Store in München: „Viel positives Feedback“

Im modernisierten Store können sich Kunden zudem ihr personalisiertes Bike auf einer interaktiven Video-Wand zeigen lassen, um das Fahrrad vor einer Bestellung auch einmal in voller Größe zu sehen. Anschließend lässt sich das individuell gestaltete Fahrrad im Ladengeschäft bestellen und wahlweise nach Hause oder zur Abholung in das Ladengeschäft liefern.

Thorsten Heckrath-Rose
Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose (Bild: Rose Bikes)

Insgesamt hat sich Rose Bikes den Umbau rund 700.000 Euro kosten lassen. „Nachdem wir für unseren Store in München viel positives Feedback von unseren Kunden und vielen Handelsexperten bekommen hatten, wollten wir das Multimedia-Konzept auch in Bocholt in unserem Flagshipstore einsetzen“, argumentiert Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose (siehe Foto links).

Dass Rose mit seinem mutigen Multichannel-Konzept richtig liegt, hatte ich bereits auf neuhandeln.de berichtet. Wieviel Umsatz bislang über den Münchner Hightech-Store erwirtschaftet wurde, beziffert Rose zwar nicht. Seit der Eröffnung im Herbst 2014 konnte Rose nach eigenen Angaben aber im gesamten Münchner Einzugsgebiet eine positive Entwicklung verzeichnen.

Demnach steigen auch die Versandumsätze in der Region, seit Rose erstmals in München vor Ort vertreten ist. Im Einzugsgebiet München wurden dabei mehr als doppelt so viele Fahrräder verkauft als wie zuvor, wo Rose nur über seinen Online-Shop erreichbar war. Das mag zum einen daran liegen, dass Rose mit dem Ladengeschäft in der Nähe vom stark frequentierten Olympia-Einkaufszentrum seine Marke gut bekannt machen kann. Zum anderen dürften bei Rose jetzt auch solche Verbraucher eher einkaufen, die weniger online-affin sind und lieber bei Multichannel-Händlern mit Läden kaufen statt bei Online-Pureplayern – schließlich hat man hier im Zweifelsfall einen Ansprechpartner vor Ort.


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Diese Vorteile hätte sich der Fahrrad-Versender zwar wahrscheinlich auch mit einem Ladengeschäft ohne Hightech-Features sichern können. Bei Rose kommt aber dazu, dass durch den Store nun viele Aufträge doch noch von den Kunden abgeschlossen werden, die sich ohne das Geschäft vor Ort vielleicht zerschlagen hätten. So starten viele Kunden aus München ihre Bike-Konfiguration zu Hause und lassen sich dann im Laden zu ihrem personalisierten Fahrrad beraten, bevor sie bestellen.

Die Rose Bikes GmbH verkauft ausschließlich Eigenmarken von Fahrrädern, die Kunden nach ihren Wünschen personalisieren können. Verkauft wird über 14 verschiedene Länder-Versionen des Online-Shops, eigene Print-Magaloge und die beiden Ladengeschäfte in Bocholt und München. Im vorletzten Geschäftsjahr gab es bei einem Wachstum von 15,5 Prozent einen Netto-Umsatz von 69,7 Mio. Euro.

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