Personalie: Intersport holt Unternehmensentwickler

Die Verbundgruppe Intersport feilt im Hintergrund weiter an ihrem Multichannel-Modell, das in den ersten anderthalb Jahren die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Um nun das Geschäft im E-Commerce weiter zu entwickeln, verstärkt sich der Sportartikel-Spezialist mit Johannes Maas.

Johannes Maas

Der 33-Jährige Maas (siehe Foto links) übernimmt ab 01. Januar 2016 bei Intersport Deutschland einen neu geschaffenen Bereich für die Unternehmensentwicklung. Hier soll er unter anderem dabei helfen, das Multichannel-Modell von Intersport weiter zu entwickeln. Maas kommt von dem finnischen Sportausrüster Amer Sports, wo er acht Jahre lang tätig war und zuletzt ebenfalls das Business Development verantwortet hatte. Bei Intersport berichtet der 33-Jährige künftig direkt an Kim Roether – den Vorstandsvorsitzenden der Gruppe.

Dabei dürfte er einiges zu tun bekommen. Denn in den ersten anderthalb Jahren seit dem Start des Web-Shops im März 2013 hatte das Online-Geschäft die Erwartungen verfehlt.

Im ersten vollen Geschäftsjahr 2013/2014 (Stichtag: 30. September) konnte die für den Shop verantwortliche Intersport Multichannel GmbH zum Beispiel nur Umsatzerlöse von rund 3,8 Mio. Euro online erzielen. Dazu gab es einen Verlust von 6,1 Mio. Euro, womit man neben dem Umsatzziel auch das geplante Ergebnis verfehlt hatte. Ein Grund war, dass die Conversion-Rate nach eigenen Angaben “nicht in einem Bereich lag, mit dem positive Ergebnisse erreichbar wären“.

Doch auch die Händler der Gruppe sind mit dem bestehenden Modell nicht zufrieden. Denn betrieben wird der Online-Shop momentan von der Intersport Multichannel GmbH, die als ein Tochterunternehmen das E-Commerce-Geschäft zentral steuert. Wenn Kunden daher online bei Intersport bestellen, liefert die Tochtergesellschaft die Ware aus ihrem Zentrallager. Von den Online-Umsätzen erhält der Händler eine Provision, den der Kunde online auswählt.

Die Erfahrung zeigt nun aber nach eigenen Angaben, dass Händler mit dem Provisionsmodell nicht glücklich sind. Vielmehr wollen die Händler der Verbundgruppe auch im Internet eigene Umsätze erzielen. Das bestehende Multichannel-Modell wird daher überarbeitet, künftig soll es stattdessen einen Online-Marktplatz geben, auf dem jeder Händler eigene Ware verkauft.

Das neue Marktplatz-Modell soll in den kommenden 15 bis 18 Monaten an den Start gehen. Dann dürfte auch ein neuer Chef das Multichannel-Business verantworten. Denn mit Stephan Lemm verlässt der aktuelle Geschäftsführer der Intersport Multichannel GmbH die Gruppe zum 29. Februar 2016, ein Nachfolger für ihn wird von der Verbundgruppe noch gesucht.

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