Personalie: Der nächste SportScheck-Geschäftsführer geht

Geschäftsführer Stefan Herzog verlässt die SportScheck GmbH. Das hat gerade die Hamburger Otto-Gruppe mitgeteilt, zu deren Konzernfirmen der Sportartikel-Spezialist zählt. Nach Angaben des Handelskonzerns verlässt er nun den Multichannel-Händler (Online-Shop, Kataloge, Filialen) auf eigenen Wunsch, um sich künftig neuen beruflichen Herausforderungen zuzuwenden.

Stefan Herzog

Herzog (siehe Foto links) war über zehn Jahre bei SportScheck als Geschäftsführer unter anderem für die Ressorts Marketing, Einkauf und Werbung zuständig. Dass er den Multichannel-Händler jetzt verlässt, liege nach Angaben der Otto-Gruppe auch daran, dass es bei dem Sportartikel-Spezialisten zuletzt einige “organisatorische Veränderungen” gegeben hat. Damit wiederum sind vor allem die personellen Neuerungen im Management gemeint, wie der Otto-Konzern auf Nachfrage von neuhandeln.de verdeutlicht.

Zur Erinnerung: Ende Juli 2014 hatte mit Jürgen Habermann ein Geschäftsführer den Händler verlassen, der zuvor bei SportScheck für Vertrieb und Personal zuständig war. Im vergangenen Sommer hatte sich dann Finanz- und IT-Chef Guido Jaenisch verabschiedet, so dass aus dem alten, dreiköpfigen Management-Team nur noch Stefan Herzog für den Händler tätig war.

Mit seinem Abschied gibt es nun eine komplett neue Geschäftsführung bei SportScheck. Für die Finanzen zuständig ist seit dem Abschied von Jaenisch im Herbst 2015 mit Lars Schöneweiß ein Mann, der von Textilversender Peter Hahn zu SportScheck gewechselt war. Auf Habermann folgte wiederum Markus Rech, der zuvor Geschäftsführer der Engelhorn Sports GmbH war.

Rech ist zudem Vorsitzender der Geschäftsführung, nachdem Herzog in den Jahren zuvor bei SportScheck noch als Sprecher der Geschäftsführung tätig war. Auch das könnte mit ein Grund dafür sein, dass er den Multichannel-Händler nach über zehn Jahren im Management verlässt.

Die Aufgaben von Herzog bei SportScheck übernimmt ab sofort nun ebenfalls der Neuzugang Markus Rech. Der ehemalige SportScheck-Chef Habermann ist inzwischen Geschäftsführer bei dem auf Damenmode spezialisierten Textilversender Heine, der auch zur Otto-Gruppe gehört.


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Im vergangenen Geschäftsjahr 2014/2015 (Stichtag: 28. Februar) war der Netto-Umsatz von SportScheck um 7,2 Prozent auf 296 Mio. Euro gesunken. Dazu gab es obendrein “deutliche Ergebnisverluste“, wobei die Otto-Gruppe aber hier keine konkreten Zahlen nennt. Bereits ein Geschäftsjahr zuvor war der Umsatz schon um 5,1 Prozent auf 319 Mio. Euro geschmolzen.

Aktuell betreibt SportScheck hierzulande 20 Filialen, wobei erst kürzlich ein neues Geschäft in Aachen eröffnet wurde. Neben seinen bestehenden Flagship-Stores mit einer Verkaufsfläche zwischen 2.000 und 5.500 Quadratmetern wollte SportScheck auch verstärkt in kleinere Filialen investieren, um so ein flächendeckendes Filialnetz aufzubauen. Obwohl man dieses Vorhaben bereits Ende 2012 angekündigt hatte, hat der Sportartikel-Händler erst einen kleinen Standort neu bezogen (Juli 2013 in Reutlingen). Gegenüber neuhandeln.de hieß es zuletzt, dass man das Filialkonzept mit den kleinen Standorten überarbeite. Prinzipiell sei SportScheck aber weiter daran interessiert, mit kleineren Standorten außerhalb der Großstädte aufzuschlagen.

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