Online-Marktplätze: Ricardo holt deutsche Händler an Bord

Das Schweizer Online-Auktionshaus Ricardo.ch hat sein Angebot überarbeitet und betreibt nun unter Ricardoshops.ch ein neues Online-Portal mit Neuware von gewerblichen Verkäufern:

Ricardoshops.chBildquelle: Screenshot

„ricardoshops.ch ist das neue Online Shopping Center der Schweiz und bietet ein umfassendes Sortiment mit rund 2.5 Millionen Produkten in acht Produkte-Kategorien. Das Angebot auf ricardoshops.ch stammt von über 30 großen Online-Händlern und wächst stetig. Es kommen laufend neue Händler hinzu und das Angebot wird stetig ausgebaut.“

Bestandskunden von Ricardo.ch können mit ihrem bestehenden Kundenkonto auf dem neuen Portal kaufen. Es gibt zudem einen händlerübergreifenden Warenkorb, so dass Kunden die Produkte verschiedener Händler auf einmal kaufen können.

Das neue Shopping-Portal löst die alte Online-Plattform Shops.ch ab, auf der Ricardo bereits früher Neuware von gewerblichen Händlern angeboten hatte. Neu ist nun in erster Linie, dass erstmals auch Händler aus Deutschland über die Plattform der Schweizer verkaufen können:

„Das ricardoshops.ch-Team kümmert sich um den Waren-Transport von Deutschland in die Schweiz, die Zollabwicklung und alle weiteren notwendigen Formalitäten. Für die Kunden gibt es keinen Unterschied, ob sie auf ricardoshops.ch im In- oder Ausland einkaufen und es folgen im Nachhinein garantiert keine unliebsamen Überraschungen wie hohe Liefergebühren oder unerwartete Zollrechnungen. Falls man mit dem bestellten Artikel nicht zufrieden ist, kann man diesen an eine Schweizer Retouren-Adresse zurückschicken.“

Auf Nachfrage von neuhandeln.de hat Ricardo noch einmal betont, dass es ein vergleichbares Marktplatz-Modell in der Schweiz bisher nicht gebe. Das Online-Auktionshaus komme daher mit dem neuen Shopping-Portal „einem Bedürfnis der Schweizerinnen und Schweizer entgegen“.

Unterm Strich erinnert das Konzept an das Portal eBay Express, auf dem eBay in Deutschland vor acht Jahren ebenfalls ausschließlich Neuware angeboten hatte. Nach nicht einmal zwei Jahren hatte eBay sein Zweitportal aber wieder eingestellt, um den Verkauf von Neuware auf der Kern-Plattform eBay.de voranzutreiben. Grund sei „das Feedback der Käufer und Verkäufer“ gewesen. Viele Kunden dürften sich damals wohl gefragt haben, warum sie auf einem separaten Portal kaufen sollen – wenn es doch bei eBay zahlreiche Angebote gibt.

An diesem Punkt könnte auch zwar Ricardo scheitern. Schließlich können auf Ricardo.ch neben Privatverkäufern weiterhin auch gewerbliche Händler ihre gebrauchte oder neue Ware anbieten, die Kunden ersteigern oder zum Festpreis kaufen können. Durch die Angebote der ausländischen Händler schafft Ricardo für seine Kunden aber einen zusätzlichen Mehrwert.

Deutsche Händler können ihre Produkte übrigens über die Schnittstelle des Dienstleisters Tradebyte auf ricardoshops.ch anbieten, der neuhandeln.de auch als Sponsor unterstützt.

Mehr weitere Details über die neue Shopping-Plattform lesen will: Thomas Lang hat für den Carpathia-Blog ein ausführliches Interview mit Managing Director Heinz Krienbühl geführt.

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