Offiziell: Lebensmittel-Lieferservice „Amazon Fresh“ startet in München

Ab sofort können sich auch Verbraucher im Großraum München ihre Lebensmittel von Amazon nach Hause liefern lassen. Möglich macht es der Liefer-Service Amazon Fresh, der hierzulande nun auch in München verfügbar ist. Damit bedient Amazon mit seinem Online-Supermarkt nun schon Kunden in drei deutschen Ballungsgebieten, nachdem der Liefer-Service im Mai 2017 zunächst in Berlin gestartet war und seit Juli 2017 in Hamburg verfügbar ist. Dabei gelten in allen Regionen ähnliche Konditionen.

Amazon Fresh München
Amazon-Depot im Vorort Daglfing (Bild: Amazon)

Das bedeutet: Wer sich frische Lebensmittel liefern lassen will, muss zunächst für 69 Euro im Jahr eine Prime-Mitgliedschaft buchen. Zusätzlich wird eine Fresh-Gebühr von 9,99 Euro im Monat fällig. Nun können sich Kunden zwar beliebig viele Fresh-Bestellungen ohne Porto liefern lassen.

Das gilt aber nur, wenn ein Mindestbestellwert erreicht wird. In München sind das 50 Euro, während dieser Wert in Hamburg und Berlin nur bei 40 Euro liegt. Andernfalls zahlen Kunden in allen Regionen eine Versandpauschale von 5,99 Euro – zusätzlich zu Prime-Mitgliedschaft und Fresh-Gebühr.

Für die doch recht happigen Gebühren gibt es im Gegenzug schnelle Lieferzeiten. Generell gilt: Wer bis mittags bestellt, kann die Lieferung zum Abendessen erhalten. Wer bis 23 Uhr ordert, bekommt die Ware am nächsten Tag in einem 2-Stunden-Fenster zwischen acht und 22 Uhr. Gepackt wird die Ware in einem Amazon-Depot im Vorort Daglfing (siehe Foto), die Zustellung der Pakete erfolgt dann über DHL.

Ob Amazon mit seinem Fresh-Service aber den deutschen eFood-Markt wirklich entscheidend befeuern kann? Der Service dürfte wohl in erster Linie die Early Adopter ansprechen, denen die vergleichsweise hohen Zusatzgebühren nichts ausmachen. Wer spontan etwas für den Abend braucht oder generell mit spitzem Bleistift rechnet, dürfte mit dem Online-Supermarkt „Amazon Fresh“ kaum glücklich werden.

Dafür können Kunden in München seit einem Jahr wiederum den Blitz-Lieferservice „Prime Now“ in Anspruch nehmen. Hier erhalten Kunden ausgewählte Produkte aus dem Amazon-Sortiment bereits innerhalb einer Stunde nach der Online-Bestellung. Im Angebot sind hier neben Lebensmitteln aber auch Non-Food-Artikel. Voraussetzung für eine Expresslieferung ist ebenfalls eine Prime-Mitgliedschaft.

Wer diese ganzen Zusatzkosten umgehen will, kann Lebensmittel auch ganz regulär auf Amazon.de bestellen. Hier sind bereits seit dem Jahr 2010 schon Lebensmittel und Getränke erhältlich – allerdings im Gegensatz zu den neuen Lieferdiensten „Amazon Fresh“ und „Prime Now“ keine Frischeware.

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