Offiziell: ATU geht an die französische Mobivia-Gruppe

Die französische Mobivia Groupe hat den auf KFZ-Ersatzteile und Autoreifen spezialisierten deutschen Multichannel-Händler ATU (Auto-Teile-Unger) nun endgültig übernommen. Demnach wurde der Deal vor wenigen Tagen vollzogen (Closing), nachdem die Transaktion im Herbst 2016 noch unter einem Vorbehalt gestanden hatte. Denn ATU musste sich mit den größten Vermietern seiner Filialen zunächst auf eine langfristige Reduzierung der Mietkosten einigen. Denn die Reduktion der Mietkosten auf ein „marktübliches Niveau“ sei notwendig, um ATU auf einen profitablen Wachstumskurs zu führen.

ATU Filiale
Ladengeschäft von ATU (Bild: ATU)

Die Verhandlungen mit den Vermietern hatte ATU nach eigenen Angaben bereits Mitte Dezember 2016 erfolgreich abschließen können, wodurch der Weg für die Übernahme durch die Franzosen geebnet wurde.

Durch die Übernahme will die Mobivia-Gruppe ihre Marktstellung in Europa ausbauen, wo die Franzosen mit Händlermarken wie Norauto selbst mit KFZ-Ersatzteilen handeln. ATU wiederum soll von Synergien bei Einkauf und Logistik profitieren, dabei aber auch nach der Übernahme unter der bekannten Marke eigenständig am Markt aktiv bleiben.

ATU gehörte zuvor einer internationalen Investorengruppe und betreibt aktuell 577 Werkstätten in Deutschland sowie 25 Standorte in Österreich und sechs in der Schweiz. Vor Ort werden Service-Leistungen sowie KFZ-Zubehör und Ersatzteile angeboten. Zusätzlich betreibt ATU einen Online-Shop, bei dem Kunden ihre Bestellungen auf Wunsch in einer Filiale abholen können („Click & Collect“).

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