Neues Investment: Klingel-Gruppe beteiligt sich an Ryzze

Die Pforzheimer Klingel-Gruppe hat einen siebenstelligen Betrag in die Berliner Ryzze GmbH investiert, die auf das ECommerce-Geschäft mit Eigenmarken spezialisiert ist. Dank dieser Beteiligung wollen beide Parteien von „offensichtlichen Synergien“ profitieren, die durch den Zusammenschluss entstehen. Das klingt im ersten Moment etwas abstrakt, ist aber schlüssig.

RyzzeWebsite der Ryzze GmbH (Bild: Screenshot)

Konkret ist die Ryzze GmbH nämlich darauf spezialisiert, eigene Mode-Marken am Reißbrett selbstständig zu entwickeln. Unter einer zentralen Holding-Gesellschaft entstehen so immer wieder Marken wie zum Beispiel Zipups, die anschließend in den Online-Handel gelangen.

Ungewöhnlich an diesem Modell ist aber eigentlich nicht, dass verschiedene Marken unter einer Dachgesellschaft aufgebaut werden. Aufhorchen lässt bei dem Geschäftsmodell vor allem, dass die Ryzze GmbH selbst gar keinen Online-Shop betreibt. Wo Versandhändler also aus dem Bedarf und dem Kaufverhalten ihrer Kunden mögliche Nischen für eigene Marken ableiten können, verlassen sich die Berliner auf ihr Know-How und Analysen aus dem Online-Markt.

Um Marken aufzubauen, nutzen die Berliner unter anderem Shopping-Clubs. Hier kann Ryzze testen, wie eine neu entwickelte Eigenmarke bei den Kunden ankommt. In einem zweiten Schritt wird die Marke dann auch interessierten Online-Händlern angeboten. Die Hintergründe hat Ryzze-CEO Max Berger erst im Video-Interview mit Kassenzone verraten (siehe unten).

Demnach sieht Ryzze seine Stärken darin, junge Marken über Online-Kanäle wie Blogs und Social Networks aufzubauen. Die Klingel-Gruppe dagegen verfügt über jahrzehntelange Erfahrung, was Sourcing, Logistik und Markenaufbau im klassischen Versandhandel betrifft. Gemeinsam wollen beide Parteien daher Marken entwickeln, um „kommende Generationen“ zu begeistern. Das klingt nicht nur nach einer Win-Win-Situation, sondern sollte auch zu Erfolg führen.

Zuletzt hatte die Klingel-Gruppe nicht immer ein glückliches Händchen bei ihren Beteiligungen. So sind bei dem Video-Shopping-Startup Miacosa kurz nach der Finanzierungsrunde plötzlich die Lichter ausgegangen, weil Vorwürfe wegen Schleichwerbung zu Verunsicherung geführt hat. Dadurch ist unerwartet ein erhöheter Kapitalbedarf nötig gewesen („Sehr bedauerliche Entwicklung bei Miacosa“). Beim aktuellen Investment dürfte so etwas aber kaum passieren.

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