Neue Strategie: Globetrotter wird Teil einer Outdoor-Gruppe

Der deutsche Outdoor-Spezialist Globetrotter macht gemeinsame Sache mit den beiden skandinavischen Marktteilnehmern Naturkompaniet (Schweden) und Partioaitta (Finnland), die ebenfalls auf das Geschäft mit Outdoor-Artikeln spezialisiert sind. Alle drei Händler organisieren ihr Geschäft nun in der neuen Holding-Gesellschaft Frilufts Retail Europe AB.

Globetrotter Ausrüstung

 Bildquelle: Screenshot

Durch den Zusammenschluss nimmt die neue Holding-Gesellschaft nach eigenen Angaben „eine führende Rolle im europäischen Outdoor-Markt“ ein. Muttergesellschaft von Frilufts ist dabei die Fenix Outdoor International AG, die Branchenbeobachtern bekannt sein dürfte.

Zum einen steht Fenix als Hersteller hinter bekannten Outdoor-Marken wie Fjallräven, die man auch bei Globetrotter kaufen kann. Zum anderen hat sich Fenix zu Jahresbeginn mit 20 Prozent an Globetrotter beteiligt. An der neuen Holding-Gesellschaft hält Fenix nun 60 Prozent der Anteile und die Altgesellschafter von Globetrotter die übrigen 40 Prozent.

Die beiden weiteren Unternehmen im Verbund – Naturkompaniet und Partioaitta – haben keine Anteile, da sie bereits zuvor unter dem Dach der Fenix-Gruppe organisiert waren (siehe Grafik). Insofern schließt Fenix in seiner neuen Tochtergesellschaft das Geschäft von drei Unternehmen zusammen, die ohnehin schon mit dem Unternehmen verbunden sind. In Zukunft ist auch ein Börsengang der neuen Gesellschaft geplant.

Fenix Gruppe Organigramm

Organigramm der Fenix-Gruppe (Bildquelle: Screenshot)

Ulf Gustafsson, Aufsichtsratsmitglied der Fenix AG, wird zukünftig Chief Executive Officer (CEO) der neuen Frilufts AB. Chief Operating Officer (COO) der neuen Frilufts AB wird Thomas Lipke, der weiterhin Geschäftsführer von Globetrotter Ausrüstung bleibt.

Globetrotter Ausrüstung verkauft derzeit über Print-Kataloge, einen Online-Shop sowie 13 Filialen in Deutschland. Der finnische Outdoor-Händler Partioaitta ist dagegen nur im stationären Einzelhandel aktiv (15 Filialen in Finnland), während der schwedische Marktteilnehmer Naturkompaniet neben 31 Filialen auch einen Online-Shop betreibt.

Alle drei Unternehmen kommen zusammen auf einen kombinierten Netto-Umsatz von rund 260 Mio. Euro im Jahr. Damit ist Globetrotter Ausrüstung das Dickschiff in der Runde. Allein im Geschäftsjahr 2012/2013 (Stichtag: 28. Februar) haben die Hamburger einen Netto-Umsatz von 206,1 Mio. Euro erzielt, dabei aber auch -1,9 Mio, Euro Verlust eingefahren,

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Was sich Globetrotter von dem Zusammenschluss verspricht, wollte man auf Nachfrage nicht verraten. Sicher ist aber, dass bei Globetrotter der Umsatz im Geschäftsjahr 2012/2013 leicht sank und damals das zweite Jahr in Folge ein Jahresfehlbetrag eingefahren wurde. So hatte Globetrotter unter anderem zu schaffen gemacht, dass preisaggressive Online-Händler in den Outdoor-Markt drängen und Hersteller zunehmend selbst im Internet verkaufen.

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