Neue Analytics-Abteilung: myToys-Gruppe will ihre Daten vergolden

Verstärkung für die myToys-Gruppe aus dem Otto-Konzern: Ab sofort gehört Florian Berger zum Team der Berliner, in dem er nun den neu geschaffenen Analytics-Bereich leitet. Durch diese neue Analytics-Abteilung will die Otto-Tochter zum einen ihren Online-Shop für einzelne Kunden in Zukunft schärfer personalisieren. Zum anderen soll der neue Abteilungschef aber auch helfen, neue Software rund um Machine Learning und Künstliche Intelligenz in das Geschäft des Multishop-Unternehmens einzubinden.

Florian Berger
Florian Berger (Bild: myToys-Gruppe)

Vor seinem Wechsel zu der Berliner myToys-Gruppe war Berger (siehe Foto) sechs Jahre für das Online-Unternehmen Trivago tätig, das ein Preisportal für Hotelzimmer betreibt. Hier hatte der 38-Jährige zuletzt als „Head of Analytics“ gearbeitet und ein Team aus Analysten und Datenwissenschaftlern geleitet.

Zuvor war Berger als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Universität Bonn im Fachgebiet Informatik tätig. Bei der myToys-Gruppe berichtet er nun an Gründer Florian Forstmann, der nach einer zwischenzeitlichen Auszeit seit zwei Jahren wieder als Geschäftsführer an Bord ist.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2016/2017 (Ende: 28. Februar) konnte die myToys-Gruppe einen Netto-Umsatz von 556 Mio. Euro erzielen, was einem Plus von zehn Prozent zum Vorjahr entspricht. Bereits damals hatten Investitionen in die IT das Geschäft befeuert. So wurde unter anderem eine neue Plattform für den Online-Shop entwickelt, die für die Bedienung auf Touchscreens optimiert ist.

Die myToys-Gruppe ist auf die Zielgruppe der Familien und Frauen spezialisiert. Zur Gruppe zählen die Online-Shops myToys.de (Spielwaren), Ambellis (Damenmode), Mirapodo (Schuhe) und Yomonda (Möbel) sowie der Shopping-Club Limango.de. Mit der SevenVentures GmbH hat sich gerade der Finanzinvestor der ProSiebenSat.1-Media-Gruppe an der Gruppe beteiligt – und zwar im Rahmen eines so genannten „Media-for-Equity-Investments“, bei dem ein Unternehmen statt Geld eine Media-Leistung erhält wie Werbezeiten. Durch den Deal will die Otto-Tochter ihr Wachstum vorantreiben. Der neue Investor wiederum wittert „ein riesiges Potenzial“ beim Online-Handel mit Produkten für Familien.

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