NEOCOM: Westwing setzt 29 Mio. Euro in Deutschland um

Dass der auf die Sortimente Home & Living spezialisierte Shopping-Club Westwing im vergangenen Geschäftsjahr einen Netto-Umsatz von 111,4 Mio. Euro erzielen konnte, war bereits im Sommer dem Halbjahresbericht des Investors Kinnevik zu entnehmen. Auf der NEOCOM hat Westwing-Gründer Stefan Smalla aber ein paar neue Zahlen verraten.

Westwing

Stefan Smalla auf der NEOCOM (Bildquelle: Stephan Meixner)

Demnach wird ein Viertel vom Gesamtumsatz des Shopping-Clubs in Deutschland gemacht. Bei einem Gesamtumsatz von 111,4 Mio. Euro im Jahr 2013 entspricht das einem Wert von 28,7 Mio. Netto-Umsatz in Deutschland (ohne Mehrwertsteuer, nach Retouren).

Zum Vergleich: Der Otto-Versand hat im vergangenen Geschäftsjahr 2013/2014 (Stichtag: 28. Februar) einen Netto-Umsatz von 0,6 Mrd. Euro mit Möbeln in Deutschland erzielen können.

Die gesamte Otto-Gruppe wiederum kam nach eigenen Angaben in diesem Zeitraum auf eine Mrd. Euro Netto-Umsatz mit Möbeln in Deutschland, Österreich und der Schweiz, was die Marktführerschaft in der DACH-Region bedeute.

Interessant ist dieser Vergleich gerade vor dem Hintergrund, dass laut Smalla nur die Marktführerschaft in einem Online-Markt zähle und die Nummer zwei im E-Commerce bereits der erste Verlierer sei. Bis zur Marktführerschaft im deutschen Online-Möbelhandel muss Westwing aber noch kräftig wachsen. Im Vergleich zu den Hamburgern ist Westwing aber natürlich erst kurz am Markt aktiv. Schließlich wurde Westwing erst 2011 gegründet.

Nach eigenen Angaben ist der Shopping-Club in 15 Ländern auf drei Kontinenten aktiv. Weitere 45 Prozent vom Gesamtumsatz wurden im europäischen Ausland erwirtschaftet, wobei Italien vom Umsatzvolumen bereits genau so groß sei wie Deutschland. Die übrigen 30 Prozent vom Gesamtumsatz wurden in „Emerging Markets“ erwirtschaftet.

Insgesamt werden 91 Prozent der Umsätze mit Frauen erzielt, weshalb Westwing auch von Kundinnen spricht und nicht von Kunden. 39 Prozent vom Gesamtumsatz erzielt der Münchner Shopping-Club zudem mit Einkäufen, die über mobile Endgeräte stattfinden.

Auch auf Nachfrage hat Smalla keine Angaben dazu gemacht, wann Westwing profitabel arbeiten soll. So stehe Profitabilität nicht im Fokus, wenn man stark in Marketing investiere.

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Laut dem vergangenen Halbjahresreport von Kinnevik hat der Shopping-Club im vergangenen Geschäftsjahr bei 111,4 Mio. Euro Netto-Umsatz einen operativen Verlust von 40,2 Mio. Euro eingefahren. Generell sei Westwing aber auf einem guten Weg in die Profitabilität, die ersten Ländern arbeiten laut Smalla bereits profitabel.

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