M&A-Strategie: Zalando übernimmt ersten Dienstleister

Gegenüber neuhandeln.de hatte es Zalando bereits vor vier Wochen angekündigt, nun ist es offiziell: Der Berliner Mode-Versender übernimmt den auf Performance-Marketing und Real-time-Bidding spezialisierten Online-Marketing-Dienstleister Metrigo. Damit setzt Zalando zum ersten Mal die kürzlich angekündigte M&A-Strategie um, sich mit Zukäufen zu verstärken.

Metrigo

Metrigo ist ab sofort ein Teil von Zalando (Bild: Screenshot)

Medienberichten zufolge übernimmt Zalando den Hamburger Dienstleister komplett, dem Vernehmen nach ist die Firma den Berlinern einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag wert.

Offiziell bestätigen will Zalando diese Zahl gegenüber neuhandeln.de zwar nicht, im Prinzip würde aber die Größenordnung ungefähr stimmen. Mit Metrigo arbeitet Zalando bereits seit längerem zusammen, was mit den Ausschlag für den Kauf gegeben habe. Der Dienstleister wird zunächst weiter für externe Kunden tätig sein, wobei sich das in Zukunft ändern könne.

Geschäftsjahr 2014: Umsatz in der DACH-Region klettert auf 1,2 Mrd. Euro

Fest steht dagegen heute schon, dass Zalando im Geschäftsjahr 2014 einen Netto-Umsatz von europaweit 2,2 Mrd. Euro in 15 Ländern erzielen und so im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent wachsen konnte. Das besagen die finalen Zahlen für die Berichtsperiode, die heute morgen vorgestellt wurden und sich mit den vorläufigen Zahlen aus dem Februar decken.

Zalando Gewinn- und Verlustrechnung

Mehr Umsatz, mehr Ertrag: Zalando im Geschäftsjahr 2014 (Bild: Screenshot)

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Zalando außerdem europaweit ein positives EBIT von 62,1 Mio. Euro erzielen und damit erstmals in der Geschichte des 2008 gegründeten Online-Händlers einen konzernweiten Gewinn erzielen. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte das EBIT im Geschäftsjahr 2013 bei Zalando noch einen tiefroten Wert von -113,9 Mio. Euro betragen.

Wie bereits berichtet, konnte Zalando vor allem von einem ertragsstarken vierten Quartal profitieren. Hier gab es allein ein positives EBIT von 61 Mio. Euro, nachdem dieser Wert in den ersten drei Quartalen zusammen erst 1,0 Mio. Euro betragen hatte. Im letzten Quartal 2014 spielte Zalando in die Karten, dass es in eine neue Herbst-/Winter-Saison ging und es im Gegensatz zum dritten Quartal keine im Mode-Handel üblichen Discount-Phasen gab. Das Marketing wurde zudem heruntergefahren, was ebenfalls das Ergebnis verbessert hat.

Zalando Zahlen

Umsatz- und Ergebnisentwicklung Q1/2014 bis Q3/2014 (Bild: Screenshot)

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Laut dem heute veröffentlichen Geschäftsbericht kam Zalando im Jahr 2014 in der DACH-Region auf einen Netto-Umsatz von 1,2 Mrd. Euro, was einem Plus von 17 Prozent zum Vorjahr entspricht (2013: 1,1 Mrd. Euro). Das EBIT in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat sich von bereits profitablen 5,3 Mio. Euro (2013) nochmals verbessert auf 72,3 Mio. Euro (2014).

Im laufenden Geschäftsjahr will Zalando den Umsatz um mindestens 20 Prozent steigern, was die Berliner bereits im Februar als Ziel ausgegeben hatten. Dabei setzt man auf profitables Wachstum, ohne dass der Mode-Versender dabei seine Marge kurzfristig maximieren will.

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