Klingel-Gruppe: Mode-Shop Stilago jetzt komplett offline

Die Klingel-Gruppe fährt ihr Geschäft im osteuropäischen Ausland erneut zurück. So ist das auf preisgünstige Mode spezialisierte Online-Outlet Stilago.com nun komplett offline, nachdem im Frühsommer noch insgesamt vier Länderversionen dieses Fashion-Portals für Verbraucher in Rumänien, Slowenien, Tschechien und der Slowakei betrieben wurden. Wer daher die Website von Stilago aufruft, bekommt beispielsweise in Tschechien nur noch eine leere Seite zu sehen – mit dem Hinweis, dass Kunden beim tschechischen Online-Shop von Klingel kaufen sollen.

Stilago TschechienKlingel statt Stilago: Das Fashion-Portal ist nun völlig offline (Bild: Screenshot)

Nach Informationen von neuhandeln.de hat sich die Klingel-Gruppe planmäßig mit Stilago aus den letzten verbliebenen Ländermärkten verabschiedet, weil man die vorhandene Saisonware erfolgreich verkaufen konnte und damit die Lager des Offprice-Anbieters vorerst leer sind.

Es bleibt aber nach wie vor bei dem Plan, das Geschäft von Stilago wieder hochzufahren, wenn sich die politischen Rahmenbedingungen in Osteuropa verbessern sollten. Einen konkreten Zeitrahmen für einen Neustart gibt es vor diesem Hintergrund verständlicherweise nicht.

Die Klingel-Gruppe hatte sich erst 2014 an Stilago beteiligt. Damals war der Fashion-Versender in 14 Märkten in Osteuropa aktiv, wo Kunden über verschiedene Online-Outlets, Fashion-Shops und Shopping-Clubs von Stilago preisgünstig Mode von bekannten Marken kaufen konnten.

Dabei wurden unter anderem Restposten bis zu 70 Prozent unter UVP angeboten, wodurch die Mode auch für osteuropäische Kunden mit geringerem Einkommen erschwinglich wurde. Die Markenartikler wiederum konnten ihre Restposten loswerden, ohne sie hierzulande günstiger anbieten zu müssen – und dadurch eventuell das eigene Marke-Image zu beschädigen.

Durch die Russland-Krise hatte sich Stilago im Frühjahr unter anderem aus der Ukraine und Russland und damit den beiden bis dato umsatzstärksten Ländermärkten verabschiedet. Dabei wurden auch Stellen reduziert und die verbliebenden Restbestände anschließend über Online-Outlets an Kunden in Tschechien, Slowenien, Rumänien und der Slowakei verkauft. Vor dem Ukraine-Konflikte habe die Klingel-Gruppe “signifikante Erfolge” mit Stilago verbuchen können.

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