Job-Abbau bei Weltbild: „Schmerzhaft, aber unumgänglich“

Wie geht es weiter bei Weltbild? Diese Frage stellt sich seit im vergangenen November bekannt wurde, dass es weitere Entlassungen geben soll. Damals hatte der neue Weltbild-Eigentümer Droege gegenüber neuhandeln.de erklärt, dass „die Ist-Zahlen der Monate Juli bis September 2014 signifikant zum Vorjahr und der Planung“ abgewichen waren und man nach „dem Grundsatz der vorsichtigen Geschäftsführung” weitere “Anpassungsnotwendigkeiten” definieren müsse.

Weltbild-ShopDer Weltbild-Shop steht vor einem Relaunch (Bild: Screenshot)

In dieser Woche starten nun die ersten Gespräche mit dem Betriebsrat, wie die Weltbild Retail GmbH auf Nachfrage bestätigt hat. In einem Online-Artikel auf der Website des bayerischen Rundfunks heißt es, dass die Geschäftsleitung gleich weitere 200 Beschäftigte entlassen will.

Diese Zahl kann Weltbild auf Nachfrage von neuhandeln.de aber nicht bestätigen. So gebe es zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Ergebnisse, da die Gespräche ja erst starten. Zudem habe man Stillschweigen vereinbart mit dem Betriebsrat, was die Inhalte der Gespräche betrifft.

Weltbild-Geschäftsführung: „Weltbild hat an Flughöhe verloren“

Nach eigenen Angaben seien Kundenorientierung und Digitalisierung die zentralen Eckpunkte in der künftigen Ausrichtung von Weltbild. Deswegen setze man die Restrukturierung fort. Dabei bedauere man zwar, dass es zu Personalanpassungen komme. Diese werden nach eigenen Angaben aber in engster Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt und so sozialverträglich wie möglich gestaltet, wie es in einem offiziellen Statement heißt:

„Weltbild will seine zweite Chance nutzen. Durch die Übergangsphase der vergangenen Monate hat das Unternehmen an Flughöhe verloren und muss seine Strukturen und Kosten anpassen. Diese Restrukturierung ist leider schmerzhaft, aber unumgänglich für den Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Wir glauben fest, dass Weltbild seinen Platz im Markt hat.“

Gegenüber neuhandeln.de betont Weltbild zudem erneut, dass man weiterhin den Fokus auf den Multikanal-Vertrieb mit Internet, Filialen und Katalog legen werde. Bereits im vergangenen Herbst hatte Weltbild einem Bericht des Manager Magazins widersprochen, nach dem es zu einem Kahlschlag kommen und von Weltbild nur das Online-Geschäft übrig bleiben könnte.

Prinzipiell wolle man das Kernsortiment Buch, eBook/tolino und Medien der Marke Weltbild stärken und um ausgewählte Angebote im Bereich Familie und Kinder und schönes Zuhause ergänzen. Der Online-Shop Weltbild.de werde zudem einen neuen Auftritt bekommen. Dazu denkt man darüber nach, den Online-Shop zu einem „attraktiven Marktplatzauszubauen.

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