Jetzt also doch: Eddie Bauer startet Shop-in-Shop-Kooperation

Der auf Outdoor- und Freizeitbekleidung spezialisierte Textilversender Eddie Bauer verkauft ab dem 28. September erstmals im stationären Einzelhandel. Konkret finden Verbraucher künftig eine Auswahl an Freizeit-Mode von Eddie Bauer vor Ort bei der Globetrotter Ausrüstung GmbH, die ebenfalls auf das Geschäft mit Outdoor-Ausrüstung spezialisiert ist und aktuell 13 Filialen in Deutschland betreibt.

Eddie Bauer
Mode von Eddie Bauer (Bild: Eddie Bauer)

Kaufen kann man Mode von Eddie Bauer allerdings nur in der Globetrotter-Filiale in Köln. Hier belegt Eddie Bauer demnächst 70 der insgesamt 7.000 Quadratmeter Fläche mit einem Shop-in-Shop-Konzept, über das vor Ort auch andere Marken wie „Jack Wolfskin“ präsent sind. Kaufen können Kunden unter anderem Jacken, Hosen und Taschen von Eigenmarken wie Travex.

Mit diesen kann Globetrotter dann sein Angebot vor Ort abrunden, während Eddie Bauer mit dem Shop-in-Shop direkt bei seiner Zielgruppe präsent ist – ohne ein eigenes Geschäft betreiben zu müssen.

Pläne für eine Shop-in-Shop-Kooperation hegt Eddie Bauer bereits lange. Ursprünglich sollte bereits vor mehr als zwei Jahren ein Shop-in-Shop-Konzept realisiert werden, um dadurch die eigenen Umsätze anzukurbeln. Die geplante Expansion im stationären Einzelhandel wurde dann allerdings zunächst verschoben und kurz darauf komplett auf Eis gelegt. Während die Pläne nun doch umgesetzt wurden, sind die beiden stationären Outlets von Eddie Bauer in Deutschland wieder Geschichte. So wurden die Geschäfte in Köln und München beerdigt, weil man „bessere Wege der Verwertung“ gefunden hat.

Laut dem zuletzt veröffentlichten Jahresabschluss konnte die Eddie Bauer GmbH & Co. KG im Jahr 2015 einen Netto-Umsatz von 21,1 Mio. Euro erzielen. Zum Vorjahr hatte damals das Geschäft aber um -15,5 Prozent abgenommen, was einem Rückgang um 3,8 Mio. Euro entspricht. Hintergrund ist, dass eine ERP-Umstellung das Geschäft beeinträchtigt hatte. Deshalb wurde unter anderem vor Weihnachten darauf verzichtet, einen Print-Katalog an Kunden zu verschicken. Unter anderem bedingt durch die Umsatzentwicklung gab es im Geschäftsjahr 2015 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -1,2 Mio. Euro.

Eddie Bauer wurde 1920 in Seattle (USA) gegründet und ist in Deutschland seit 1995 aktiv. Gestartet war der Outdoor-Spezialist hierzulande über ein Joint Venture zwischen Eddie Bauer USA und den Textilversendern Heinrich Heine und SportScheck aus der Otto-Gruppe. Inzwischen verantwortet das Deutschland-Geschäft komplett Eddie Bauer in Amerika. IT, Logistik und Service waren 2015 aber nach wie vor über Dienstleistungsverträge in den Konzernverbund der Otto-Group integriert. Verkauft wird über den eigenen Versandhandel (E-Commerce, Kataloge) und Kooperationen mit anderen Händlern.

Schon gewusst? Jeden Freitag erscheint der kostenlose Newsletter von neuhandeln.de – so erhalten Sie alle Beiträge bequem in Ihr Postfach und verpassen keine Artikel mehr. Über 3996 Kollegen aus dem Versand- und Multichannel-Handel beziehen bereits den Newsletterhier geht es direkt zum Abo.