Geschäftsjahr 2015: Frontlineshop peilt schwarze Null an

Bei dem auf Street- und Sportswear spezialisierten Fashion-Versender Frontlineshop stehen die Chancen gut, dass im laufenden Geschäftsjahr die Gewinnschwelle erreicht wird. Das hat Geschäftsführer Jens Lafrenz gegenüber neuhandeln.de in Aussicht gestellt. Demnach sieht es danach aus, dass der Spezialversender nach einigen unprofitablen Jahren nun die Früchte seiner Restrukturierungsmaßnahmen ernten und eine schwarze Null schreiben kann.

Frontlineshop

Frontline will mit einem ausgewählten Sortiment punkten (Bild: Screenshot)

Zum Vergleich: Laut dem zuletzt veröffentlichten Jahresabschluss hatte die Frontline GmbH das Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresfehlbetrag von -4,6 Mio. Euro abgeschlossen. Damals hatte der Spezialversender unter anderem in neue IT-Systeme investiert. Frontline hatte zudem eine eigene Fotoproduktion in Betrieb genommen, um damit Strukturkosten zu senken.

Parallel wurde das Angebot überarbeitet und der Fokus auf ein “kuratiertes Sortiment” gelegt. Dabei hatte man einige Marken aus dem Sortiment entfernt, um das Angebot in der Breite zu reduzieren. Diese neue Ausrichtung macht sich direkt auf der Startseite des Shops bemerkbar, wo Kunden heute eine “Selection of Styles” versprochen wird (alter Slogan: “First in Style“).

Klasse statt Masse: “Kuratiertes Sortiment” wird Alleinstellungsmerkmal

Durch Streichungen beim Sortiment war allerdings der Umsatz im Geschäftsjahr 2013 um satte 21,3 Prozent gesunken, nachdem im Jahr zuvor das Geschäft bei einem Umsatzrückgang von -1,0 Prozent noch stabil war. Konkrete Zahlen sind dem Bericht leider nicht zu entnehmen.

Die Umsatzeinbußen und die in der Folge entstandenen Verluste hat Frontline 2013 aber nach eigenen Angaben “billigend in Kauf genommen“, um die eigene Marktposition zu stärken. Denn die Straffung des Sortiments sieht Frontline als wesentliches Fundament für eine positive Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren. So sei Frontline im Wettbewerb mit Anbietern eines breiten Sortiments (“Category Killer”) und spitzen Zielgruppen-Konzepten gut aufgestellt – was die aktuelle Prognose von Geschäftsführer Lafenz für das laufende Jahr nun bestätigt.

Übrigens: Beim Konkurrenten Planet Sports war der Umsatz im Geschäftsjahr 2013 ebenfalls gesunken – um fünf Prozent auf 51,0 Mio. Euro. Nach eigenen Angaben hatte der Händler unter “ungünstigen Witterungsbedingungen für die Wintersaison” gelitten. Weil es Umstellungen bei der IT gab, war außerdem die Warenverfügbarkeit “temporär beeinträchtigt”. Das Ergebnis (EBITDA) hatte sich von -1,2 Mio. Euro (2012) auf -2,5 Mio. Euro (2013) verschlechtert.

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