Geschäftsjahr 2015: Cyberport wächst erneut zweistellig

Der Multichannel-Händler Cyberport hat im vergangenen Geschäftsjahr 2015 einen Brutto-Umsatz von insgesamt 673 Mio. Euro eingefahren. Damit konnten die Dresdner im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent zulegen, da 2014 erst ein Brutto-Umsatz von 606 Mio. Euro in den Büchern stand. Aus Sortimentssicht sei Cyberport vor allem durch den IT- und Notebookbereich und hier besonders durch Apple gewachsen. Weiße Ware sei noch ein jüngeres Sortiment, aber auch stark im Wachstum begriffen.

Profitiert haben dürfte Cyberport nicht zuletzt auch von zwei Ladengeschäften, die bereits im vorletzten Geschäftsjahr eröffnet wurden. So ist Cyberport seit Oktober 2014 in München vertreten, seit April 2014 gibt es zudem ein weiteres Ladengeschäft in Berlin. Beide Stores konnten im vergangenen Jahr erstmals ein gesamtes Geschäftsjahr zum Umsatz von Cyberport beitragen. Im Februar 2015 ging zudem noch ein zweiter Store in Wien an den Start, nachdem Cyberport in der österreichischen Landeshauptstadt bereits seit November 2011 mit einem ersten Ladengeschäft vertreten ist.

Cyberport Kennzahlen
2014 stieg nicht nur der Umsatz, sondern auch der Verlust (Bild: eigene Grafik)

Vor diesem Hintergrund wäre einmal interessant, wie sich eigentlich das Ergebnis von Cyberport im vergangenen Geschäftsjahr entwickelt hat. Zur Erinnerung: Im vorletzten Geschäftsjahr 2014 konnte Cyberport seinen Umsatz zwar bereits zweistellig um zehn Prozent steigern, parallel hatte sich allerdings auch der Jahresfehlbetrag von zuvor -2,6 Mio. auf -3,1 Mio. Euro erhöht (siehe Grafik).

Laut dem Jahresabschluss 2014 hatte der Wettbewerb im Jahresverlauf an Schärfe zugenommen. Demnach informierten sich immer mehr Kunden vor einem Kauf in Preissuchmaschinen und suchten online nach Gutscheinen, was für einen „anhaltenden Druck auf die Preise“ sorge.

Dazu hätten neue Online-Händler mit preisaggressiven Angeboten auf den Markt gedrängt. Auch etablierte Konkurrenten wie Amazon und Media-Saturn hatten laut Cyberport ihren Vertrieb intensiviert und übten mit Sonderangeboten hohen Druck auf das Preisniveau aus.

Konkret belastet wurde das Ergebnis im vorletzten Geschäftsjahr 2014 nicht zuletzt dadurch, dass die Personalkosten gestiegen waren. Das lag auch mit daran, dass neue Geschäfte eröffnet wurden.

Für das Geschäftsjahr 2015 hatte Cyberport in dem Geschäftsbericht von 2014 ursprünglich ein leicht verbessertes Ergebnis prognostiziert. Dabei hatte man bereits berücksichtigt, dass Aufwendungen in Zusammenhang mit der vorausgegangenen Eröffnung von Stores das Ergebnis belasten werden. Wie sich das Ergebnis aber nun wirklich entwickelt hat, wurde bis Redaktionsschluss nicht verraten.

Anmerkung: Cyberport selbst nennt immer Brutto-Zahlen, während in den Geschäftsberichten die entsprechenden Netto-Werte ausgewiesen werden. Das erklärt die Differenz zwischen den Angaben von Cyberport und den Werten aus dem Register, die für die Grafik oben berücksichtigt wurden. Auf Nachfrage von neuhandeln.de beziffert Cyberport den Netto-Umsatz für 2015 auf 560 Mio. Euro.

 


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Cyberport betreibt neben dem Online-Shop aktuell 15 Ladengeschäfte, wovon sich zwei Stores in Österreich befinden. Während seit Februar 2015 kein neuer Store eröffnet wurde, gab es seitdem im Management einige Veränderungen. So hatten allein im vergangenen Jahr mit Rainer Kiefer, Jeremy Glück und Thomas Koelzer drei Geschäftsführer den Elektronik-Händler nacheinander verlassen.

Während im vergangenen Jahr mit Helmar Hipp allerdings erst ein neuer Manager dazu kam, wurden in der letzten Woche mit Joachim Kürten und László Kovács zwei neue Geschäftsführer verpflichtet.

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