Finanzen: QVC Deutschland verkauft erneut mehr Mode

Beim US-amerikanischen Teleshopping-Sender QVC läuft das Geschäft in Deutschland weiter rund. Denn im dritten Quartal 2015 sind die Umsätze von QVC Deutschland in lokaler Währung (Euro) erneut um drei Prozent gestiegen, wie nun die US-amerikanische Konzernmutter Liberty Interactive berichtet. Bereits in den beiden Vorquartalen diesen Jahres konnte QVC hierzulande jeweils um drei Prozent (Q1/2015) bzw. vier Prozent (Q2/2015) in lokaler Währung zulegen.

QVC Online-ShopQVC wächst hierzulande bereits das dritte Quartal in Folge (Bild: Screenshot)

Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr konnte QVC Deutschland seinen Umsatz in Euro nur leicht erhöhen. So gab es in lokaler Währung zwar im zweiten und dritten Quartal 2014 ein Plus, im ersten und vierten Quartal 2014 war der Umsatz in Euro aber wieder gesunken.

Angezogen hat das Geschäft jetzt laut dem Quartalsbericht von Liberty Interactive bei QVC Deutschland vor allem in den zwei Sortimentsbereichen Bekleidung und „Home“, während die Verkäufe bei Elektronikartikeln ein wenig nachgegeben haben. Konkrete Zahlen in Euro nennt Liberty allerdings nicht, stattdessen wird das Geschäft im Quartalsbericht in US-Dollar beziffert. Doch während QVC Deutschland in Euro leicht zulegen konnte, sank der Netto-Umsatz in US-Währung um 13 Prozent auf 199 US-Dollar – was allerdings an Wechselkurseffekten liegt.

Das operative Ergebnis (adjusted OIBDA) hat sich in US-Währung um 14 Prozent auf 36 Mio. Dollar verschlechtert, in lokaler Währung (Euro) habe man dagegen eine Verbesserung von einem Prozent erreichen können. Prinzipiell seien zwar die Personalkosten gestiegen und die Produktmargen gesunken, dafür aber hätten sich Kosten für die Lagerhaltung reduziert.

Gar keine Angaben macht der US-Konzern dazu, warum das Geschäft von QVC Deutschland erneut angezogen hat. Es dürfte aber kein Zufall sein, dass ausgerechnet mehr Bekleidung verkauft wurde. Denn im dritten Quartal 2015 hatte der Teleshopping-Sender hierzulande unter dem Motto „QVC zieht an“ eine Print-Kampagne gestartet, bei der mit Anzeigen in Frauen- und Lifestyle-Zeitschriften für das Mode-Sortiment von QVC geworben wurde.

In eine vergleichbare Kampagne hatte QVC bereits im ersten Quartal 2015 investiert, in dem auch schon das Geschäft mit Bekleidung angezogen hatte. In diesem Sommer hatte der Teleshopping-Sender zudem in deutschen Einkaufszentren mit einer virtuellen Anprobe für sein Mode-Sortiment getrommelt. Konkret waren die Düsseldorfer in fünf Shopping-Malls zu sehen, wo QVC für jeweils zwei Tage einen eigenen Stand betrieben hatte. An diesem konnten Verbraucher ausgewählte Mode von QVC über eine virtuelle Ankleide anprobieren, indem sie sich vor einen 80 Zoll großen Bildschirm stellten, auf dem dann ihr Körper zu sehen war.

Anschließend konnten Nutzer verschiedene Fotos von QVC-Mode auf ihr virtuelles Abbild legen und auf diese Weise virtuell testen, welche der angebotenen Textilien ihnen denn stehen. Gut möglich, dass auch diese Kampagne auf das Geschäft im dritten Quartal 2015 eingezahlt hat.

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