Fahrrad-Versender Rose eröffnet Showroom in der Schweiz

Die auf den Versandhandel mit Fahrrädern spezialisierte Rose Bikes GmbH zeigt erneut Flagge im stationären Einzelhandel. Nachdem im vergangenen Herbst bereits ein Multimedia-Store in München eröffnet wurde, ist das Traditionsunternehmen aus Bocholt nun auch in der Schweiz vor Ort vertreten – wenn auch mit einem anderen Konzept als man es in Deutschland kennt.

Rose TouchscreenRose lässt Kunden individuelle Räder konfigurieren (Bild: Rose Bikes GmbH)

Zur Erinnerung: In der bayerischen Landeshauptstadt München verkauft der Fahrrad-Händler seit Oktober 2014 auf 300 Quadratmetern Fläche im Erdgeschoss des neuen Einkaufscenters Mona – wobei Ware im „Biketown München“ nur bedingt angeboten wird. So finden Kunden vor Ort zwar eine Auswahl an Fahrrädern, Fahrradbekleidung und Fahrradzubehör, die man bei Interesse direkt mitnehmen kann. Im Mittelpunkt des Stores („Biketown München“) steht aber ein Multichannel-Konzept, bei dem Kunden individuelle Fahrräder bestellen können.

Das Prinzip: Vor Ort sind 20 Modelle zu sehen, neben denen sich jeweils ein Tablet-PC befindet. An diesem können Kunden dann ihr individuelles Fahrrad konfigurieren, wenn sie zum Bespiel eine besondere Schaltung wählen. Das fertig konfigurierte Bike wird anschließend bestellt und am Firmensitz Bochholt produziert. Von dort aus wird die Ware dann wahlweise direkt zu den Kunden nach Hause geschickt oder zur Abholung in die Filiale im Münchner Norden geliefert.

Auf einem ähnlichen Konzept basiert nun auch das neue Geschäft in der Schweiz, das sich in Biel in der nördlichen Schweiz befindet. Im Gegensatz zum Münchner Store fällt alles aber eine Nummer kleiner aus. So können zwar Kunden an Tablets ihr individuelles Bike konfigurieren.

Rose-Strategie: Mit kleinen Mitteln den Schweizer Markt testen

Während es in München aber 20 einzelne Tablet-PCs gibt, bietet Rose in der Schweiz nur eine zentrale iPad-Station an. Auch die Öffnungszeiten unterscheiden sich vom Münchner Store, der werktags immer geöffnet ist. In der Schweiz verfolgt man dagegen eine Showroom-Strategie und öffnet den Store immer nur nach Absprache – zum Start etwa am 29. und 30. Mai.

Mit diesem neuen Showroom-Konzept will der Fahrrad-Versender zunächst einmal mit kleinen Mitteln testen, wie die Schweizer Kunden eine Präsenz vor Ort annehmen. Weitere Stores sind zwar nicht konkret geplant, in den kommenden zwei Jahren werde man aber Optionen prüfen.

Der Fahrrad-Versender Rose ist auf den Handel mit Eigenmarken spezialisiert und hat seine Wurzeln im Jahr 1907, als in Bocholt ein Fahrradgeschäft eröffnete. Neben dem Store in München gibt es zum Versandgeschäft noch einen zweiten Laden am Firmensitz. Laut dem zuletzt veröffentlichten Geschäftsbericht wurde 2013 ein Umsatz von 60,3 Mio. Euro erzielt.

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