„Dynamic Search Ads“: So funktioniert das neue Werbemittel von Google

Google AdWords sind für viele Online-Händler ein wichtiges Marketing-Instrument, um neue Kunden auf ihren Online-Shop aufmerksam zu machen. Zusätzlich zu diesen Suchanzeigen können Versender seit kurzem auch so genannte „Dynamic Search Ads“ buchen, bei denen Google einzelne Teile der Suchanzeige automatisch generiert. Worauf Online-Händler achten müssen, weiß Geschäftsführer Frank Fischer von der Online-Marketing-Agentur Adcologne, die neuhandeln.de auch als Sponsor unterstützt.

Dynamic Search Ads (DSA) werden von Google als einfachste Methode angepriesen, um potenzielle Kunden über die Google-Suche zu erreichen. Dabei nutzt Google die Inhalte eines Online-Shops und generiert daraus automatisch Anzeigentitel und Ziel-URL für das Werbemittel. Händler bestimmen den weiteren Anzeigentext dann selbst und geben konkrete Bereiche der Webseite oder Produkt-Kategorien vor, auf die die Anzeigen ausgerichtet sein sollen. Google prüft daraufhin den Webseiteninhalt und liefert die Anzeigen mit dazu passendem Titel bei relevanten Suchanfragen aus.

 

Google stellt automatisch die Relevanz zu den Suchanfragen potenzieller Kunden her und liefert Anzeigen im Rahmen des vorgegebenen Tagesbudgets und entsprechend der auf Anzeigengruppen-Ebene festgelegten maximalen Kosten je Klick aus. Dabei überprüft Google regelmäßig indexierte Webseiteninhalte und hält dadurch die Anzeigen aktuell.

Zentraler Vorteil: Keine Keyword-Recherche notwenig

Für die Kampagnenerstellung ist keine umfangreiche und zeitraubende Keyword-Recherche notwendig, der Aufwand für Setup wie auch die laufende Adminstration und Optimierung ist spürbar geringer als bei einer klassischen Such-Kampagne. Insbesondere für Online-Shop-Betreiber mit einem breiten Produktsortiment eröffnen sich dadurch attraktive Möglichkeiten, den relevanten Traffic auf der Webseite zu erhöhen und auf diesem Wege potenzielle (Neu-)Kunden zu akquirieren.

adcologne

An dieser Stelle möchten wir ein „Aber!“ einfügen, denn die erzielbare Zeitersparnis hat ihren Preis: So geben Online-Händler einige wichtige Kontroll-Möglichkeiten aus der Hand! Denn nachdem Händler die Webseiten-Bereiche definiert und die Anzeigentexte (ohne Titelzeile) verfasst haben, legen Versender nur noch die maximalen Klickpreise pro Anzeigengruppe fest.

Ab diesem Moment übernimmt Google den Großteil der Kontrolle: Weder können Online-Händler dann noch die CPC-(Cost per Click-)Steuerung auf Keyword-Ebene beeinflussen noch können sie die dynamisch erstellten Headlines ändern. Dessen sollten sich Versender also immer bewusst sein – und deshalb ist es umso wichtiger, die Kampagnen-Performance stets im Auge zu behalten.

Größter Nachteil: Händler haben nicht die volle Kontrolle

Entscheidend für den Kampagnenerfolg ist die regelmäßige Analyse des Suchanfragen-Reports. Dieser Bericht gibt Auskunft darüber, bei welchen tatsächlichen Nutzer-Suchanfragen die Anzeigen ausgeliefert wurden. Falls Google nicht die gewünschte Relevanz erzeugt hat oder gar die Auslieferung von Anzeigen bei irrelevanten Suchanfragen vornimmt, können Online-Händler durch ausschließende Keywords die Ergebnisse verbessern. Insbesondere bei markenschutzrechtlichen Verstößen ist ein Ausschluss der entsprechenden Keywords dringend zu empfehlen.

In den Berichten steckt aber auch viel Potenzial. Denn die Analyse der Suchanfragen gibt Händlern nämlich Auskunft darüber, welche Produkte besonders nachgefragt werden  – und für welche sich der Aufwand lohnen könnte, eine umfangreiche und granulare Such-Kampagne zu erstellen.

Auch wenn Online-Händler bereits klassische AdWords-Anzeigen verwenden, werden sie durch eine regelmäßige Auswertung des Suchanfragen-Berichts eine Reihe von Keyword-Ideen finden, mit denen sich vorhandene Kampagnen optimieren lassen. Eine DSA-Kampagne ist daher insbesondere für breit aufgestellte Online-Shops einen Test wert, um neue Kunden-Potenziale zu identifizieren und wertvolle Hinweise zur Ausrichtung weiterer Adwords Kampagnen zu erhalten.

Frank Fischer
Frank Fischer (Bild: Adcologne)

Über den Autor: Frank Fischer (siehe Foto links) ist Geschäftsführer der adcologne GmbH. Die adcologne GmbH ist seit 2007 als Online-Marketing-Agentur mit den Schwerpunkten Suchmaschinen- und Performance-Marketing (SEA/SEM) aktiv.

Im Mittelpunkt stehen Google-AdWords- und Facebook-Kampagnen, aber zunehmend auch andere Anbieter wie z.B. Ligatus, Plista, bing und diverse soziale Netzwerke. adcologne berät Kunden zudem bei der Gestaltung und Programmierung wie auch bei der Usability- und Conversion-Optimierung von Online-Shops und Landingpages.