„Deutliches Wachstum“: Weltbild-Umsatz steigt auf 425 Mio. Euro

Adreko

Die Weltbild-Gruppe hat das kürzlich abgelaufene Geschäftsjahr 2016/2017 (Ende: 30. Juni) mit einem „deutlichen Umsatzwachstum“ beenden können. Konkrete Zahlen nennen die Augsburger zunächst zwar nicht. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat Weltbild-Gesellschafter Droege allerdings verraten, dass die Gruppe im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 425 Mio. Euro zulegen konnte. Diese Zahlen wurden dann auch gegenüber neuhandeln.de von der Weltbild-Gruppe bestätigt.

Weltbild Filiale
Filiale von Weltbild (Bild: Weltbild)

Für das spürbare Wachstum gibt es gleich mehrere Gründe. So konnten die Augsburger zulegen, weil das Angebot an Non-Media-Artikeln ausgebaut wurde. Hier trägt dazu bei, dass die Gruppe auf ein Marktplatz-Modell setzt und Sortimente von Drittanbietern in den Online-Shop integriert.

Mit so einem Marktplatz-Modell kann Weltbild sein Sortiment – ganz ohne eigenes Warenrisiko – erweitern und gleichzeitig die Kundenbindung stärken, wenn Verbraucher immer wieder neue Angebote bei Weltbild finden. Zum aktuellen Wachstum hat aber noch eine andere Maßnahme beigetragen.

So wirbt Weltbild seit dem Einstieg der Droege-Gruppe – die seit dem Sommer 2017 ihren Anteil an der Gruppe auf 100 Prozent erhöhte und jetzt Alleingesellschafter ist – offensiver für seine eigenen Lizenzausgaben von Büchern, die im Online-Shop nun zum Beispiel als „Bücher mit Weltbild-Vorteil“ beworben werden und Kunden eine günstige Alternative zu den regulären Buchausgaben bieten sollen.

Weil diese Strategie fruchtet, will Weltbild künftig noch stärker mit exklusiven Sortimenten werben (Motto: „Das gibt es nur bei Weltbild“). Bereits heute entwickelt Weltbild einen Teil des Non-Media-Sortiments ebenfalls selbst. Bücher sollen aber auch in Zukunft das Kernsortiment bilden.

Die Gruppe zeigt sich aber nicht nur mit Umsatz und Wachstum zufrieden, sondern auch mit dem Betriebsergebnis des Konzerns. Konkrete Zahlen nennt Weltbild hier allerdings ebenfalls nicht.

Die Weltbild Gruppe ist mit den Marken Weltbild, Jokers, buecher.de, Kidoh, Booklooker, Avus und Tolino (eBook-Reader) in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Bei der auf Restauflagen und Mängelexemplare spezialisierten Zweitmarke Jokers gab es im vergangenen Geschäftsjahr 2016/17 ein Wachstum von rund zehn Prozent, bei dem Online-Buchhändler bücher.de nach eigenen Angaben wiederum „ein durchgängig profitables und deutlich zweistelliges Umsatzwachstum“. Grund war, dass die Gruppe nach eigenen Angaben hier unter anderem ebenfalls das Sortiment vergrößert hatte.

Zum Geschäft gehören neben dem Versandhandel auch 150 stationäre Ladengeschäfte in allen drei Ländern der Marken Weltbild und Jokers. Die Droege-Gruppe war im Herbst 2014 bei der Weltbild-Gruppe eingestiegen, nachdem die Verlagsgruppe Weltbild im Januar 2014 einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Seitdem wurden Mitarbeiter entlassen, Filialen verkauft und die Logistik ausgelagert.

2013 kam die Weltbild-Gruppe noch auf über 400 Filialen und einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro. Diese Zahlen sind mit den heutigen nicht vergleichbar, da sie eine andere Basis haben. Damals hatten unter anderem noch die Verlagsgruppe Droemer Knaur und das Geschäft der Buch-Kette Hugendubel zum Geschäft beigetragen, das zu dieser Zeit über die DBH Deutsche Buch Handels GmbH & Co. KG in den Konzernabschluss eingeflossen war. Jetzt zählen nur noch Weltbild-Filialen zum Konsolidierungskreis.

w&co

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