Deichmann: Online-Shops mit zweistelligen Zuwachsraten

Die Deichmann-Gruppe will Kunden künftig weitere Multichannel-Services bieten. Ab Herbst ist daher ein neuer Dienst namens „Ship2Home“ geplant, der das vorhandene Angebot ergänzen soll. Die Idee: Kunden können künftig direkt in der Filiale solche Schuhe bestellen, die vor Ort ausverkauft sind. Danach wird die Ware vom Zentrallager portofrei nach Hause geliefert.

Deichmann Online-ShopDie Deichmann-Gruppe investiert ins Online-Geschäft (Bild: Screenshot)

Punkten will Deichmann künftig auch mit einem Abholservice in seinen Filialen (Motto: „Click & Collect“), so dass Kunden ihre Online-Bestellungen auf Wunsch aus einem Geschäft ihrer Wahl mitnehmen können. Starten soll dieser Multichannel-Service ebenfalls im Herbst 2015.

Bislang können Kunden bei Deichmann ihre Online-Bestellungen bereits in einem Geschäft retournieren. Über den Online-Shop kann man zudem prüfen, ob ein gewünschtes Produkt in einer Filiale vorrätig ist. Direkt reservieren lassen sich Schuhe bislang dabei aber nicht.

Ob beim geplanten Abholservice die Kunden künftig direkt auf die Bestände vor Ort zugreifen können, verrät Deichmann nicht. Möglich wäre auch, dass die Ware bei einer Online-Bestellung aus einem Lager an die gewünschte Filiale geschickt wird. In diesem Fall wäre eine Abholung erst möglich, wenn die Ware eintrifft. Wird dagegen direkt auf den Bestand vor Ort zugegriffen, so könnten Kunden die Ware prinzipiell sofort abholen – was deutlich attraktiver wäre.

Deichmann-Gruppe in Deutschland mit 1,7 Mrd. Euro Netto-Umsatz

Im vergangenen Geschäftsjahr 2014 hat die Deichmann-Gruppe in Deutschland einen Netto-Umsatz von 1,7 Mrd. Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 5,1 Prozent zum Vorjahr. Ende 2014 gab es allerdings auch 30 Standorte mehr als im Vorjahr, so dass die Deichmann-Gruppe flächenbereinigt nur um drei Prozent zulegen konnte. Damit sei man aber stärker gewachsen als der deutsche Schuheinzelhandel, der nach Zahlen vom Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels das Jahr nur mit einem Plus von einem Prozent abschließen konnte.

Wieviel vom Gesamtumsatz online erzielt wurde, verrät die Deichmann-Gruppe nicht. So sei nicht entscheidend, welchen Umsatzanteil ein einzelner Vertriebskanal habe. Wichtig sei in erster Linie, dass der Kunde bei Deichmann kaufe. Prinzipiell verbuche man aber beim Online-Geschäft in allen Ländern „durchweg zweistellige Zuwachsraten„. Tendenz steigend. So verkauft Deichmann in Deutschland ab sofort auch über eBay. Zu den bislang bestehenden 19 Online-Shops weltweit sollen außerdem immer wieder weitere Angebote hinzukommen.

Die gesamte Deichmann-Gruppe hat im vergangenen Jahr über alle Marken (u.a. Deichmann, Roland Schuhe, myShoes) in 23 europäischen Ländern und in den USA einen Netto-Umsatz von 4,2 Mrd. Euro erzielt, was ein neuer Rekordwert ist. Währungsbereinigt lag das Umsatzplus bei sechs Prozent, flächenbereinigt gab es ein Wachstum von 2,1 Prozent. Als Gründe für das Wachstum nennt Deichmann, dass man bei den Kollektionen offenbar „ein gutes Gespür für den Kundenwunsch“ hatte und den Trend nach sportiver Mode aufgegriffen habe.

Welches Ergebnis erzielt wurde, verrät Deichmann nicht. Laut dem zuletzt veröffentlichten Konzernabschluss kam die Deichmann SE im Geschäftsjahr 2012 bei einem Netto-Umsatz von 3,9 Mrd. Euro auf einen Konzernjahresüberschuss von insgesamt 227 Mio. Euro.

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