Cyberport: Neuer Store, neue Zahlen, neue Personalie

Bei dem auf Unterhaltungselektronik spezialisierten Multichannel-Händler Cyberport hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan, was ich an dieser Stelle einmal zusammenfassen will. Zum einen gab es eine Veränderung im Management des Dresdner Unternehmens.

Cyberport

Cyberport konnte 2014 deutlich wachsen (Bild: Screenshot)

Quasi unbemerkt von der Fachpresse (und auch von mir) hat Geschäftsführer Thomas Koelzer seine Stelle bei Cyberport zum Jahreswechsel aufgegeben. Seitdem konzentriert sich der 48-Jährige allein auf seine Aufgaben als CEO des Online-Portals Chip.de, für das er bereits seit Oktober 2014 als Geschäftsführer verantwortlich ist. Zuvor war Koelzer seit Mai 2013 als Chief Technology Officer (CTO) im vierköpfigen Management-Team von Cyberport tätig und parallel in der gleichen Funktion auch als Teil der Geschäftsführung für Chip verantwortlich.

Koelzer wechselte innerhalb des Burda-Konzerns, der sowohl hinter Cyberport als auch Chip.de steht. In der Geschäftsführung von Cyberport sind damit nur noch Rainer Kiefer (zuständig für Produktmanagement, Einkauf, Finanzen, Personal, Organisation) sowie Danilo Frasiak (Logistik, Kundenservice) und Jeremy Glück (Marketing, Stores, Vertrieb). Wer die Aufgaben von Technik-Chef Koelzer übernimmt, hat Cyberport bisher nicht verraten.

Finanzen: Brutto-Umsatz steigt 2014 um zehn Prozent auf 606 Mio. Euro

Auskunftsfreudiger ist man da schon bei der aktuellen Geschäftsentwicklung – zumindest in Teilbereichen. So hat Cyberport nach eigenen Angaben den Brutto-Umsatz im Jahr 2014 um zehn Prozent von 548 Mio. Euro auf 606 Mio. Euro gesteigert. Dieses Wachstum schürten neue Multichannel-Services wie das Angebot „Same-Day-Pickup“, bei dem Kunden online Produkte bestellen und die Ware nach einer Stunde in einer Filiale abholen können (sofern vorrätig).

Auch das Kernsortiment um Notebooks, PCs und Komponenten habe sich sehr gut entwickelt. Zudem haben 2014 erstmals die neuen Stores im Bikini Berlin und München zum Umsatz beigetragen. Vor diesem Hintergrund wäre interessant, welches Ergebnis erzielt wurde.

Bilanz aus dem Vorjahr: Mini-Wachstum und ein Jahresfehlbetrag

Zur Erinnerung: Im Jahr zuvor konnte die Cyberport GmbH ihren Netto-Umsatz nur um zwei Prozent auf 460,9 Mio. Euro steigern, wie ein in Österreich bereits veröffentlichter Abschluss besagt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hatte sich parallel sogar von zuvor 0,2 Mio. Euro auf -2,6 Mio. Euro verschlechtert. Statt einem Jahresüberschuss von 0,1 Mio. Euro im Jahr 2012 gab es daher im Jahr 2013 einen Jahresfehlbetrag von -2,6 Mio. Euro.

Nach eigenen Angaben hatten unter anderem ein „massiver Preisdruck“ aus dem Markt und die Investitionen in neue Stores und TV-Werbung das Ergebnis belastet. Im Jahresabschluss 2013 hatte Cyberport aber prognostiziert, im Jahr 2014 bei “klar steigenden Umsatzerlösen” ein „ausgeglichenes operatives Ergebniserzielen zu wollen. Dabei sei bereits berücksichtigt, dass neue Stores das Ergebnis belasten – Angaben zum Ergebnis macht man aber nicht.

Fest steht dagegen, dass der Elektronik-Spezialist seinen Expansionskurs fortsetzt. So eröffnet in Kürze ein weiterer Store in Wien, wo Cyberport bereits seit November 2011 vertreten ist. Während sich der erste Store bislang im Einkaufscenter BahnhofCity Wien West befindet, eröffnet der neue Laden in der Citygate Wien – voraussichtlich schon am 26. Februar.

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