Curated Shopping: Zalando expandiert erneut in Europa

Mit seinem Curated-Shopping-Service „Zalon“ scheint der Berliner Mode-Versender Zalando bei seinen Kunden zu punkten. Nach dem Marktstart in Deutschland im Frühjahr 2015 wird die Stil-Beratung nun jedenfalls auch erstmals Kunden von Zalando in Holland angeboten, die ab sofort erstmals persönliche Mode-Empfehlungen von Stylisten erhalten können. Damit ist der Curated-Shopping-Dienst „Zalon“ nun schon im vierten Land verfügbar, nachdem Zalando bereits vor einem guten Jahr mit seiner Mode-Beratung erstmals expandierte und den Dienst in Österreich und in der Schweiz gestartet hatte.

Nach Holland expandiert Zalando nun mit seinem Zalon-Service, da Holland eines der ersten internationalen Länder von Zalando war, daher bereits viel Erfahrung vorlag und ein Bedarf nach Curated Shopping erkannt wurde. Das Feedback der Kunden in der DACH-Region ist nach eigenen Angaben sehr positiv und der Service werde kontinuierlich angenommen.

Zalon Zalando
Zalon startet in Holland (Bild: Screenshot)

Bereits vor einem guten Jahr hatten die Berliner gegenüber neuhandeln.de in Aussicht gestellt, den hauseigenen Curated-Shopping-Dienst eventuell einmal in allen 16 europäischen Ländern anzubieten, in denen Zalando aktiv ist. Zudem hatte Zalando bereits wenige Monate nach dem Marktstart von Zalon in Deutschland positives Feedback von den Kunden erhalten.

Vor diesem Hintergrund überrascht es dann nicht, dass die Stil-Beratung „Zalon“ nun erstmals auch jenseits der DACH-Region angeboten wird – auch weil die hauseigene Stil-Beratung das vorhandene Online-Angebot von Zalando letztlich sinnvoll ergänzt.

Zur Erinnerung: Bei dem Curated-Shopping-Service „Zalon“ müssen Nutzer zunächst einen Online-Fragenbogen ausfüllen, über den ihr persönlicher Mode-Stil ermittelt wird. Danach werden Nutzer zusätzlich am Telefon von Stylisten kontaktiert, die ihnen einzelne Kleidungsstücke oder gesamte Outfits empfehlen. Diese werden dann nach Hause zu den Kunden geschickt, die ihre neue Mode dann in Ruhe anprobieren sollen. Bezahlen muss der Kunde nur, was ihm gefällt und er behalten will – Retouren nimmt Zalando kostenlos zurück, auch die Beratung an sich bekommen Kunden umsonst.

Wohl nicht ohne Hintergedanken. Denn mit „Zalon“ erreicht Zalando solche Kunden, die zwar einen konkreten Bedarf haben, noch aber die passenden Produkte suchen. Den klassischen Online-Shop Zalando.de dagegen dürften viele Kunden aufsuchen, die ein konkretes Produkt im Kopf haben.

Bei seinem Curated-Shopping-Dienst vertraut Zalando übrigens auf freiberufliche Berater, die beispielsweise hauptberuflich als Verkäufer im Modehandel aktiv sind und sich über die Stilberatung etwas dazu verdienen wollen. Berater erhalten eine Provision vom Umsatz mit denjenigen Textilien, die Kunden bestellen und nicht wieder retournieren. Zusätzliche Vergütungen gibt es für Berater, die gut bewertet werden. So will Zalando sicherstellen, dass sich die Berater auch Mühe geben.

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