Channel 21: Neuer Auslandsmarkt, zweistelliges Wachstum

Adreko

Der Teleshopping-Sender Channel21 will sich einen neuen Kundenkreis erschließen. So beliefern die Hannoveraner nun erstmals auch Kunden in Österreich, die bei Channel21 ab sofort bestellen können. Dabei können Verbraucher aus der Alpenrepublik nahezu das komplette Sortiment ordern, wobei sie für die Versandkosten tiefer in die Tasche greifen müssen. So zahlen Österreicher mindestens ein Porto von 7,95 Euro, während Kunden in Deutschland schon ab einer Pauschale von 5,95 Euro beliefert werden.

Klaus Skripalle
Klaus Skripalle (Bild: Channel 21)

„Mit dem Versand nach Österreich kommen wir einem lange gehegten Wunsch unserer Zuschauer nach“, verdeutlicht Geschäftsführer Klaus Skripalle (siehe Foto).

Durch den zusätzlichen Vertriebskanal dürften auch die Umsätze weiter anziehen, nachdem Channel21 in den vergangenen Jahren bereits eine beeindruckende Entwicklung genommen hat. Das veranschaulichen stellvertretend die Zahlen für das vorletzte Geschäftsjahr 2015, die erst vor wenigen Wochen veröffentlicht wurden.

Demnach konnte die Channel 21 GmbH aus Hannover im Geschäftsjahr 2015 einen Netto-Umsatz von 44,3 Mio. Euro erzielen, was einem zweistelligen Wachstum von 10,9 Prozent entspricht (siehe Grafik). Damit hat sich die Wachstumsdynamik spürbar gesteigert, nachdem Channel21 ein Jahr zuvor erst um 6,8 Prozent auf 40,0 Mio. Euro Netto-Umsatz zulegen konnte. Hintergrund ist, dass sich das neue Geschäftsmodell „Media 4 Revenue“ zunehmend etabliert, das im Herbst 2012 gestartet wurde.

Seitdem können externe Handelspartner ihre Produkte über Channel 21 vermarkten. Bei diesem Business-Modell werden zwar die Produkte im Namen und auf Rechnung des Verkaufssenders verschickt. Meist beliefern Handelspartner die Kunden von Channel21 dann aber mittels Dropshipping direkt aus ihrem eigenen Versandlager. Auf diese Weise spart sich Channel21 die Kosten für den Einkauf und minimiert auch sein wirtschaftliches Risiko, weil man selbst keine Ware bevorraten muss. Nach Abzug aller Kosten wird dann der Gewinn hälftig zwischen Channel21 und den Partnern geteilt.

Channel21 Umsatz
Seit der Umstellung 2012 ziehen die Umsätze stark an (Bild: eigene Grafik)

Durch das neue Modell gibt es keine „Über-Rotationen“ in den Live-Sendungen mehr, nachdem Channel21 in den Jahren zuvor seine Ware dort so lange zeigen musste, bis sie auch verkauft war. Statt Wiederholungen gibt es nun mehr Produkt-Premieren, weil immer mehr Handelspartner dazu kommen. Profitieren konnte Channel21 im Geschäftsjahr 2015 nach eigenen Angaben auch von einem optimierten Sendeplan, einem verbesserten Service und emotionaleren Show-Formaten.

Während der Umsatz weiter deutlich verbessert wurde, hat sich der Jahresfehlbetrag im vorletzten Geschäftsjahr aber wieder etwas erhöht (siehe Grafik). Hintergrund ist, dass auch damals das Ergebnis durch weitere Umstrukturierungsmaßnahmen und einhergehende Einmalkosten gedrückt wurde.

Vor dem Beginn des Versandes nach Österreich hat Channel21 bereits nach Luxemburg geliefert. Verbraucher in Österreich können das Live-Programm empfangen über Satellit und Kabelnetz.

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