Bonprix-Bilanz: Jubiläumsangebote befeuern Deutschland-Geschäft

Adreko

Der Mode-Versender Bonprix kann auf ein gutes erstes Halbjahr in der Berichtsperiode 2016/2017 (Ende: 28. Februar) zurückblicken. Demnach gab es für die Otto-Tochter von Anfang März bis Ende August 2016 ein Umsatzplus von 7 Prozent beim Geschäft über alle Länderaktivitäten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Wachstum zwar abgeschwächt, da Bonprix im ersten Halbjahr 2015/2016 noch um satte zwölf Prozent zulegen konnte. Mit dem Geschäft ist die Otto-Tochter dennoch sehr zufrieden.

Marcus Ackermann
Bonprix-Chef Marcus Ackermann

„Die Marktbedingungen im internationalen Textilhandel sind in vielen Ländern schwierig“, erklärt stellvertretend Bonprix-Chef Marcus Ackermann (siehe Foto). Ihm zufolge belasten daher zum einen Währungseffekte die Beschaffungskosten bei Waren, die in US-Dollar eingekauft werden.

Zum anderen herrsche in vielen Märkten ein unterschiedliches Konsumklima und obendrein habe das ungewöhnlich warme Wetter in diesem Herbst das Konsumverhalten der Verbraucher beeinflusst. „Vor diesem Hintergrund bin ich zufrieden, dass wir unseren Wachstumskurs in der ersten Hälfte dieses Geschäftsjahres fortsetzen konnten“, argumentiert Ackermann.

In konkreten Zahlen heißt das: Beim umsatzstärksten Geschäft in Deutschland konnte Bonprix über sechs Prozent wachsen, was die Otto-Tochter unter anderem ihren Aktionsangeboten zum 30-jährigen Jubiläum der Versendermarke verdanken konnte. Dadurch liegt der Deutschland-Umsatz nach eigenen Angaben nicht nur über der eigenen Planung. Bonprix konnte hierzulande sogar das Wachstum von vier Prozent aus dem ersten Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahres 2015/2016 toppen, während die gesamte Gruppe über alle Märkte ja ein schwächeres Plus verbuchen musste als im Vorjahr.

Rund 50 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt Bonprix allerdings im Ausland. In Frankreich und Benelux gab es zum Beispiel ein zweistelliges Wachstum, weil Bonprix dort vermehrt Media-Budgets einsetzt. Auch das Geschäft in den USA brummt, wo die Otto-Tochter mit der Bademoden-Marke Venus aktiv ist. Die Rendite (EBT) liegt im ersten Halbjahr 2016/2017 über alle Aktivitäten bei rund fünf Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Konkrete Zahlen nennt man nicht. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 konnte Bonprix einen Netto-Umsatz von weltweit 1,4 Mrd. Euro erzielen.

Bonprix ist in aktuell in 29 Ländern aktiv und verkauft über Print-Kataloge, Online-Shops und Filialen. Die Otto-Tochter verkauft auch in Russland, das Geschäft dort zählt aber zur Otto Group Russia.

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