Beate Uhse AG: Auch E-Commerce-Chefin Nicola Schumann geht

Bei der Beate Uhse AG gibt es die nächsten personellen Veränderungen. Vor dem Abschied steht nach Informationen von neuhandeln.de daher nun Nicola Schumann, die sich in den vergangenen beiden Jahren als Country Managerin um das Deutschlandgeschäft des Erotik-Konzerns kümmerte. In dieser Funktion war die 36-Jährige für das deutsche E-Commerce-Geschäft und Kooperationen zuständig.

Nicola Schumann
Nicola Schumann (Bild: Beate Uhse AG)

Vor ihrem Wechsel zur Beate Uhse AG war Schumann als selbstständige Beraterin auf strategische und kommerzielle Markenführung spezialisiert.

Mit ihrer Verpflichtung wollte der Erotik-Konzern daher auch seine Marke weiter verjüngen und von den Erfahrungen profitieren, die Schumann zuvor bei Fashion- und Lifestyle-Brands sammeln konnte. Bei der Beate Uhse AG verantwortete sie daher auch die Marketing-Leitung in Deutschland.

Interessant war das nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass der Konzern seit 2013 eine jüngere und vornehmlich weibliche Zielgruppe erreichen will.

Aus diesem Grund haben bereits Logo, Online-Shop und Filialen ein neues Design erhalten, während parallel im Fernsehen mit TV-Werbung für die modernisierte Markenausrichtung geworben wurde.

Nach eigenen Angaben ist der Konzern nun dabei, „die Organisation, Prozesse und Kompetenzen im Unternehmen zu optimieren“. Dies betreffe auch die Management- und Organisationsebene, wie der Erotik-Konzern gegenüber neuhandeln.de erklärt. Demnach werde Country-Managerin Schumann das Unternehmen zum Monatsende verlassen, ein neuer Manager für den deutschen E-Commerce sei bereits eingestellt. Ein konkreter Name wird allerdings auch auf Nachfrage nicht verraten.

Diesen Monat hat mit Dennis van Allemeersch bereits der Chief Operating Officer (COO) den Vorstand verlassen. Im Januar war zudem mit Nathal van Rijn der Vorstandsvorsitzende (CEO) ausgeschieden.

Laut den zuletzt veröffentlichten Zahlen konnte die Beate Uhse AG im dritten Quartal 2016 nur einen Konzernumsatz von 25,5 Mio. Euro netto erzielen. Zum Vorjahr hat das Geschäft damit nachgegeben, da der Konzern im dritten Quartal 2015 noch auf 30,6 Mio. Euro Umsatz gekommen war. Bereits im ersten Quartal 2016 und im ersten Halbjahr 2016 war der Umsatz je rund 20 Prozent gesunken. Ein Grund war, dass die Neuausrichtung des Konzerns mehr Einsatz und Zeit erfordere als angenommen.

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