Auslandsreport: Pixmania verzichtet auf unrentable Umsätze

Der europaweit tätige Elektronik-Versender Pixmania wird im laufenden Geschäftsjahr 2014 voraussichtlich nur noch einen Netto-Umsatz von 250 Mio. Euro erzielen. Das geht aus dem aktuellen Halbjahresbericht der Mutares AG aus München hervor, zu der Pixmania seit Beginn diesen Jahres gehört. Demnach hat der Elektronik-Spezialist im vergangenen Kalenderjahr noch einen Netto-Umsatz “von nahezu 300 Mio. Euro” erzielen können, wie es im Bericht heißt.

Pixmania

Bildquelle: Screenshot

Gegenüber neuhandeln.de hat Mutares allerdings verdeutlicht, dass man sich momentan in einer Restrukturierungsphase befinde und daher bewusst auf Umsatz verzichte. So habe sich Pixmania von Randsortimenten wie Gartenmöbeln getrennt, die in den vergangenen Jahren zusätzlich ins Angebot aufgenommen worden waren. Um sich auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren, wird Pixmania seinen Sortimentsschwerpunkt wieder auf Elektronik und Spielwaren legen. Das ist sicherlich sinnvoll, da die Marke Pixmania für Elektronik steht. In diesem Segment herrscht aber auch viel Wettbewerb, was das Geschäft erschweren kann.

Im ersten Halbjahr hat Pixmania einen Netto-Umsatz von europaweit 113,4 Mio. Euro generiert und dabei ein positives EBITDA von 5,4 Mio. Euro erzielen können. Momentan ist der Online-Händler aus Frankreich in 14 verschiedene Ländern Europas aktiv und beschäftigt aktuell 880 Mitarbeiter. Zu dem Elektronik-Versender gehörten in der Vergangenheit auch einige Filialen in Europa, die aber allesamt vor rund anderthalb Jahren geschlossen worden waren.

Die aktuelle Restrukturierungsphase ist für eine Dauer von zwei Jahren angesetzt, so dass Pixmania ab dem Januar 2016 wieder vollständig neu aufgestellt sein sollte.

Vor dem Eigentümerwechsel war der Elektronik-Versender ein Teil des britischen Handelskonzerns Dixons Retail. In dessen Geschäftsjahr 2012/2013 (Stichtag: 30. April) hatte Pixmania einen Umsatz von 357,5 Mio. Pfund erzielt und dabei einen operativen Verlust von 31,3 Mio. Pfund eingefahren (siehe Seite 20 im entsprechenden Geschäftsbericht).

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