Aus in Mannheim: Zweitausendeins schließt letzte eigene Filiale

Der Medien-Händler Zweitausendeins hat nun auch seinen letzten eigenen Standort im stationären Einzelhandel geschlossen. So wurde zum Jahreswechsel die Filiale in Mannheim aufgegeben (Adresse: (Friedrichsplatz 11), nachdem Zweitausendeins bereits in den vergangenen Jahren immer wieder eigene Ladengeschäfte geschlossen hatte – zuletzt im vergangenen Sommer in Hannover.

Zweitausendeins
Zweitausendeins betreibt keine Geschäfte mehr (Bild: Screenshot)

Durch die Geschäftsaufgabe in Mannheim ist Zweitausendeins im stationären Einzelhandel jetzt nur noch über Shop-in-Shop-Kooperationen vertreten.

Aktuell gibt es bundesweit 18 Partnerschaften mit Buchhandlungen, wo Verbraucher vor Ort jeweils ausgewählte Bücher, Filme und Musik aus dem Sortiment von Zweitausendeins kaufen können.

So sollen Buchhändler ihr Sortiment aufwerten, da Zweitausendeins exklusive Restposten oder Sondereditionen führt und bei Verkäufen eine Provision auszahlt. Zweitausendeins wiederum kann über Partner vor Ort verkaufen, ohne selbst Filialen betreiben zu müssen.

Denn seinen Rückzug aus dem klassischen Filialgeschäft hatte der Medien-Spezialist bereits vor fünf Jahren beschlossen. Damals hatte man angekündigt, die 14 Ladengeschäfte an Franchise-Nehmer vermitteln zu wollen. Auf diese Weise wollte sich Zweitausendeins von „Steuerungsfunktionen“ entlasten und einzelne Geschäfte besser auf die lokalen Marktbedingungen vor Ort einstellen.

Bislang konnte der Medien-Versender aber lediglich das ehemalige Hauptgeschäft in Frankfurt an einen Nachfolger übergeben, die übrigen eigenen Geschäfte wurden seitdem geschlossen. Besser läuft es bei den Shop-in-Shop-Kooperationen, wo Zweitausendeins in den vergangenen Jahren weitere Buchhändler gewonnen hat. So hatte es vor fünf Jahren erst 14 Partnerschaften gegeben.

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