Auf Dublin folgt Helsinki: Zalando geht erneut ins Ausland

Nachdem Zalando in den vergangenen Jahren sein Geschäft stark internationalisiert hat und heute bereits 15 Länder-Shops betreibt, investieren die Berliner nun bevorzugt in Technik und Personal. Aus diesem Grund soll im Spätsommer ein weiteres Büro eröffnen – diesmal aber nicht im heimischen Deutschland, sondern in der finnischen Landeshauptstadt Helsinki.

Zalando StandorteBis vor kurzem war Zalando nur in Deutschland vertreten (Grafik: Zalando)

Die Berliner zieht es nach Nordeuropa, weil es vor Ort eine ausgeprägte Tech- und Mobile-Branche gebe und selbst Universitäten ihren Schwerpunkt häufig auf IT legen würden. Die finnische Landeshauptstadt verfüge zudem über eine lebendige Start-Up-Szene. Mit einem Büro in Helsinki will Zalando also talentierte Entwickler gewinnen, die den Versender unter anderem bei Mobile-Anwendungem, User Experience und Design unterstützen sollen.

Mit einem ähnlichen Hintergedanken hat Zalando erst vor wenigen Wochen ein Büro in der irischen Hauptstadt Dublin eröffnet. Auch hier erhofft man sich, durch eine Präsenz vor Ort begehrte IT-Talente abzugreifen. Das neue Büro von Zalando befindet sich daher auch direkt im Hafengebiet Dublins, dem man bereits den Spitznamen “Silicon Docks” verpasst hat. Der namentliche Bezug zur US-Entwicklerhochburg “Silicon Valley“ rührt daher, dass Dublin über viele IT-Talente verfüge und sich zunehmend zur “Internet-Hauptstadt Europas” entwickle.

Zalando Online-ExpansionIn Europa verkauft Zalando gefühlt schon überall online (Grafik: Zalando)

Mit der kommenden Niederlassung in Helsinki eröffnet Zalando in diesem Jahr also bereits zum zweiten Mal einen Standort außerhalb Deutschlands. Bislang hatten sich die Berliner auf die Bundesrepublik als Standort konzentriert, wo es neben dem Firmensitz in der Hauptstadt zwei Outlets (Frankfurt, Berlin), drei Logistikzentren (Brieselang, Erfurt, Mönchengladbach) und zwei IT-Büros (Berlin, Dortmund) gibt. Nachdem die meisten europäischen Länder aber bereits bei der Auslandsexpansion angegangen wurden, ist eine Internationalisierung der Standorte nur konsequent. Schließlich sind Fachkräfte gerade im E-Commerce heiß begehrt, so dass sich Zalando mit seiner Präsenz in den Talente-Pools einen Wettbewerbsvorsprung sichern kann.

Diese Vorgehensweise hatte Zalando bereits zu Beginn des Jahres in Aussicht gestellt. Damals hieß es, dass man verstärkt in technische Infrastruktur und Personal investieren will. Deshalb haben die Berliner kürzlich auch den Online-Marketing-Dienstleister Metrigo übernommen.

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