„Amazon Fresh“: Online-Supermarkt im nächsten Ballungsgebiet verfügbar

Das ging schneller als erwartet: Ab sofort können sich Verbraucher in ganz Hamburg über den Online-Supermarkt „Amazon Fresh“ beliefern lassen, der erst vor gerade einmal zwei Wochen in Teilen der Hansestadt gestartet war. Damit wird der Lieferservice für frische Lebensmittel nun schon in zwei deutschen Ballungsgebieten flächendeckend angeboten, nachdem bereits Verbraucher in ganz Berlin und Potsdam seit einigen Monaten den Online-Supermarkt von Amazon in Anspruch nehmen können.

Amazon Fresh
Amazon liefert jetzt auch frische Wurst und Käse (Bild: Amazon.de)

Wie immer gilt allerdings dabei, dass nur Kunden mit einer Prime-Mitgliedschaft (Kosten: 69 Euro pro Jahr) frische Lebensmittel bestellen können. Und das ist auch nur möglich, wenn Verbraucher zusätzlich eine Pauschale von 9,99 Euro im Monat bezahlen.

Dann können sich Kunden zwar beliebig oft Lebensmittel liefern lassen. Umsonst ist die Zustellung aber nur bei einem Bestellwert von 40 Euro. Wer kleinere Mengen bestellt, zahlt 5,99 Euro Porto pro Lieferung – obwohl Kunden bereits für die Prime-Mitgliedschaft bezahlen und knapp zehn Euro im Monat pauschal für „Amazon Fresh“ berappen müssen.

Der Service dürfte daher in erster Linie wohl Early Adopter ansprechen und Besserverdiener, denen die vergleichsweise hohen Zusatzgebühren nichts ausmachen. Wer spontan etwas für den Abend braucht oder generell mit spitzem Bleistift rechnet, wird mit dem Angebot von „Amazon Fresh“ kaum glücklich.

„Fresh“-Bestellungen aus Hamburg werden im Amazon-Depot in Berlin Tegel zusammengestellt, das auf die Lagerung von Lebensmitteln ausgerichtet ist. Lieferpartner von „Amazon Fresh“ ist DHL.

Eine Auswahl an frischen Lebensmitteln bietet auch alternativ der Amazon-Lieferservice Prime Now, der hierzulande allerdings erst Verbrauchern in München und Berlin angeboten wird. Hier können sich Kunden eine Auswahl an Artikeln aus dem Amazon-Sortiment wahlweise innerhalb einer Stunde oder in einem 2-Stunden-Zeitfenster am selben Tag zustellen lassen. Bei der Blitz-Lieferung berechnet Amazon ein Porto von 6,99 Euro, die Zustellung zu einem späteren Zeitpunkt am selben Tag ist kostenlos. Eine zusätzliche Monatspauschale wie bei „Amazon Fresh“ gibt es nicht, der Mindestbestellwert liegt zudem bei nur 20 Euro. Allerdings ist auch für „Prime Now“ prinzipiell eine Prime-Mitgliedschaft nötig.

„Prime Now“: Kooperation mit Drogerie-Markt Rossmann?

Zum Start von „Prime Now“ in Deutschland war das Sortiment im vergangenen Jahr zunächst auf Artikel begrenzt, die Amazon selbst im Sortiment führt. Seit diesem Frühjahr bietet Amazon auch erstmals Produkte an, die von stationären Händlern stammen. So können sich Verbraucher zusätzlich auch Produkte von lokalen Anbietern wie Feinkost-Läden oder Apotheken liefern lassen. Dabei erhalten Kunden allerdings nicht nur verschiedene Pakete, wenn die Waren von unterschiedlichen Anbietern stammen. Der Mindestbestellwert von 20 Euro gilt zudem jeweils pro Bestellung und pro Händler.

Laut dem Branchen-Blog „Exciting Commerce“ soll Amazon bei „Prime Now“ nun auch mit der Drogerie-Kette Rossmann kooperieren, so dass Prime-Kunden ausgewählte Artikel aus dem Online-Sortiment von Rossmann ebenfalls in einer Stunde oder noch am selben Tag erhalten können. Auf Nachfrage von neuhandeln.de kommentiert Rossmann den Bericht allerdings nicht. Mehr Infos und Hintergründe soll es dafür kommende Woche geben – wenn die Amazon-Kooperation dann wohl offiziell wird.

Schon gewusst? Jeden Freitag erscheint der kostenlose Newsletter von neuhandeln.de – so erhalten Sie alle Beiträge bequem in Ihr Postfach und verpassen keine Artikel mehr. Über 4126 Kollegen aus dem Versand- und Multichannel-Handel beziehen bereits den Newsletterhier geht es direkt zum Abo.