Allyouneed Fresh: DHL-Tochter wechselt Geschäftsführer

Heinrich Dehn

Bei dem Online-Supermarkt „Allyouneed Fresh“ gab es einen Wechsel im Management, wie allerdings erst jetzt bekannt wurde. Denn laut einer frisch veröffentlichten Mitteilung im Unternehmensregister hat mit Gion-Otto Presser-Velder ein Geschäftsführer die DHL-Tochter verlassen. Zu den Hintergründen schweigt sich DHL auf Nachfrage von neuhandeln.de aus.

Allyouneed FreshOnline-Supermarkt Allyouneed hat einen neuen Geschäftsführer (Bild: Screenshot)

So heißt es nur, dass man personelle Veränderungen nicht kommentiere. Entlocken ließ sich DHL aber, dass Presser-Velder bereits seit Ende April nicht mehr für den Online-Supermarkt tätig ist. Laut seinem beruflichen Profil in dem Social Network LinkedIn arbeitet Presser-Velder seit einigen Monaten als „Chief Logistics Officer“ für die Berliner Startup-Schmiede Rocket Internet von Oliver Samwer, zu deren Portfolio auch Home24 und Westwing gehören.

Bereits vor seinem Wechsel war Presser-Velder für Rocket Internet tätig – genau genommen als Logistik-Chef für den Online-Händler Lazada, der sich an Kunden in Südost-Asien richtet. Von hier war der 39-Jährige im Herbst 2013 zur DHL-Tochter Allyouneed gewechselt, um dort als neuer Geschäftsführer für das Ressort „Operations“ eigene Logistik-Lösungen zu entwickeln.

Dabei wollte die Deutsche Post DHL nicht zuletzt auch von seinen Praxis-Erfahrungen aus dem Geschäft mit Online-Supermärkten in Großbritannien profitieren. Denn vor dem Engagement bei Lazada war Presser-Velder bereits knapp drei Jahre als „Deputy Head of Business Planning“ bei dem britischen Online-Supermarkt Ocado für die Intralogistik verantwortlich.

Als neuer Geschäftsführer bestellt wurde bei Allyouneed Fresh nun Karsten Haberkorn (48), der das vorhandene Management um Gründer Jens Drubel (42) und Udo Kießlich (37) ergänzt.

Der Online-Supermarkt Allyouneed Fresh bietet ein Vollsortiment an und war ursprünglich vor drei Jahren als „All you need“ gestartet. Unter diesem Namen positioniert DHL aber seit diesem Jahr den hauseigenen Online-Marktplatz „MeinPaket“, um mit dem englischen Namen besser international expandieren zu können. Im Gegenzug hatte man den Online-Supermarkt mit dem Namenszusatz „Fresh“ versehen, damit Kunden die beiden Angebote unterscheiden können.

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