Alle Ziele erreicht? Fressnapf-Gruppe wächst online deutlich

Adreko

Die Fressnapf-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 einen Online-Umsatz von 59 Mio. Euro eingefahren, wie der Spezialist für Tierbedarf mitteilt. Nach eigenen Angaben konnten die Krefelder ihr Online-Geschäft nicht nur um über 22 Prozent steigern. Auch die Marge beim Online-Handel habe sich stark verbessert. Zahlen nennt die Fressnapf-Gruppe hier zwar nicht. Der Online-Shop habe sich aber „bemerkenswert“ entwickelt, die Gruppe generell im Jahr 2016 „alle Ziele deutlich erreicht“.

Fressnapf Online-Umsatz
Die Online-Umsätze von Fressnapf im Überblick (Grafik: Fressnapf)

Generell war das Online-Geschäft von 2013 bis 2015 nur geringfügig gewachsen. Denn 2013 hatte der Tierbedarf-Spezialist das IT-System des Online-Shops gewechselt, ein Jahr darauf den Fulfillment-Partner ausgetauscht. Vor diesem Hintergrund hatte Fressnapf gegenüber neuhandeln.de für das vergangene Jahr das Ziel ausgegeben, im E-Commerce wieder stärker wachsen zu wollen.



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Für Stirnrunzeln sorgt aber, dass der aktuelle Online-Umsatz nach eigenen Angaben über die beiden Web-Shops für Kunden in Deutschland und der Schweiz erreicht wurde. Zur Erinnerung: Bereits vor einem Jahr hatte Fressnapf in Aussicht gestellt, den Online-Shop in weiteren europäischen Ländern anzubieten – schließlich ist die Fressnapf-Gruppe stationär in elf Ländern vertreten. Vor Jahresfrist hieß es daher gegenüber neuhandeln.de, dass 2016 der erste zusätzliche Ländershop starten soll.

Getan hat sich aber nichts, da die Online-Umsätze weiter nur in Deutschland und der Schweiz erwirtschaftet wurden. Auf Nachfrage von neuhandeln.de heißt es, dass man aktuell die technischen Infrastrukturen für den weiteren Roll-Out schaffe und informieren werde, sobald der Online-Shop in weiteren Ländern startet. Bereits in den vergangenen Jahren wurde der Roll-out verschoben. So gesehen kann Fressnapf doch nicht alle Ziele im vergangenen Geschäftsjahr erreicht haben.

Die Fressnapf-Gruppe wurde im Jahr 1990 gegründet und betreibt aktuell rund 1.400 Märkte in elf Ländern. Hierzulande ist man mit der Marke „Fressnapf“ aktiv, im Ausland meist mit der Zweitmarke „Maxi Zoo“. Unterschiede gibt es auch bei der Organisation. Die rund 500 internationalen Fressnapf-Märkte werden in einem Filialsystem betrieben, während man hierzulande auf ein Franchise-Konzept setzt. Am Geschäft des deutschen Online-Shops werden die stationären Franchise-Partner beteiligt.