300 neue Stores: Hunkemöller expandiert in Deutschland kräftig

Der holländische Textilanbieter Hunkemöller will in Deutschland kräftig expandieren. Konkret plant der Spezialist für Bademode, Dessous und Unterwäsche gleich fast 300 zusätzliche Stores, die Hunkemöller hierzulande bis Ende 2019 eröffnen will. Hintergrund ist, dass der Multichannel-Händler aus Holland im deutschen Einzelhandel nach eigenen Angaben aktuell die „größten Expansionschancen“ sieht.

Hunkemöller Filiale
Filiale von Hunkemöller (Bild: Hunkemöller)

Aktuell gibt es in Deutschland bereits 320 stationäre Standorte des Dessous-Spezialisten. Diese Zahl will Hunkemöller bereits im laufenden Jahr um 60 zusätzliche Stores erweitern. Für 2018 sind dann weitere 80 Ladengeschäfte geplant, das Jahr darauf sollen die übrigen Geschäfte eröffnen.

Im vorletzten Geschäftsjahr 2015/2016 (Ende: 31. Januar) konnte die für das Deutschland-Geschäft zuständige „Hunkemöller Deutschland B.V. & Co. KG“ einen Netto-Umsatz von 146,0 Mio. Euro über Filialen plus Online-Shop erzielen und damit um rund 25 Prozent zulegen (Vorjahr: 116,0 Mio. Euro).

Befeuert wurde diese Entwicklung dadurch, dass bereits damals in neue Filialen investiert wurde. So wurden im Geschäftsjahr 2015/2016 insgesamt 36 neue Filialen eröffnet und eine Filiale geschlossen (insgesamt 259 Filialen). Flächenbereinigt gab es aber auch ein Umsatzplus von 5,6 Prozent, was man mit einer „attraktiven Sortimentsgestaltung“ und „intensivierten Werbemaßnahmen“ begründet.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde ein Betriebsergebnis von 4,5 Mio. Euro erzielt, das damit unter dem Wert aus dem Vorjahr lag (3,4 Mio. Euro). So waren unter anderem der Personalaufwand und dazu die Mieten gestiegen, weil Hunkemöller mehr stationäre Standorte als im Vorjahr betrieben hatte.

Online-Bestellungen können sich Kunden hierzulande kostenlos in eine Filiale liefern lassen („Click & Collect“) und so die Versandkosten von 4,95 Euro sparen (bis 90 Euro Bestellwert). Kunden können Artikel online auch kostenlos zur Abholung in einer Filiale reservieren lassen und Retouren vor Ort abgeben. Nach eigenen Angaben lassen sich Kunden europaweit bei 38 Prozent der Bestellungen die Ware in ein Geschäft liefern. Ein Drittel aller Retouren (37 Prozent) wird demnach in den Geschäften zurückgegeben. Jede zehnte Bestellung im Online-Shop wiederum in einem Store getätigt.

Hunkemöller wurde bereits im Jahr 1886 gegründet und betreibt aktuell über 800 Stores in 25 Ländern, darunter rund 90 Franchise-Filialen. In Deutschland ist Hunkemöller seit 1987 im Einzelhandel aktiv. Online bedient der Dessous-Spezialist zudem Kunden in zehn Ländern über lokalisierte Web-Shops.

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