20 Prozent Plus als Ziel: Planet Sports pusht seinen Shopping-Club

Die 21sportsgroup baut weiter ihren Spezialversender Planet Sports um, der vor einem guten Jahr von der insolventen Puccini-Gruppe übernommen wurde. Nachdem die Versendergruppe zuletzt ein neues Filialkonzept für den Spezialisten für Actionsport und Streetwear entwickelt hat, wird jetzt auch der Shopping-Club Clubsale runderneuert, der seit 2009 als zusätzlicher Vertriebskanal betrieben wird.

Clubsale
Clubsale wurde nun für mobile Endgeräte optimiert (Bild: Screenshot)

Konkretes Ziel der 21sportsgroup ist, den Umsatz des hauseigenen Shopping-Clubs bereits in diesem Jahr um 20 Prozent zu steigern. Um das zu erreichen, haben die Mannheimer in ein Responsive Design investiert, über das der Shopping-Club nun besser auf mobilen Endgeräten zu bedienen sein soll.

Um mehr Umsatz zu erzielen, wollen die Mannheimer zudem mehr Verkaufsaktionen fahren. So gab es früher pro Woche etwa zwei Verkaufsaktionen, künftig sind mehrere Aktionen pro Tag geplant.

Ein Wachstum von 20 Prozent in diesem Jahr sollte auch durchaus zu schaffen sein. Zwar wirkt ein zweistelliges Wachstum zunächst ambitioniert. Bislang bewegt sich das Geschäft aber auch noch auf einem geringen Niveau.

Im vorletzten Geschäftsjahr 2014 kam Planet Sports zwar auf einen Netto-Umsatz von 51,7 Mio. Euro, wie man dem zuletzt veröffentlichten Jahresabschluss entnehmen kann. Von diesem Gesamtbetrag wurden damals allerdings gerade einmal 1,9 Mio. Euro über Clubsale generiert (siehe Grafik).

Geschäftsjahr 2014: Clubsale macht gerade einmal 1,9 Mio. Euro

Interessant in diesem Zusammenhang: Im Vergleich zum Vorjahr hatte damals das Geschäft sogar abgenommen, weil 2013 über den Shopping-Club noch 2,2 Mio. Euro Umsatz eingenommen wurden. Der Gesamtumsatz von Planet Sports dagegen hatte sich von 51,0 auf 51,7 Mio. Euro verbessert.

Planet Sports Kennzahlen
Im Geschäftsjahr 2014 wurde über Clubsale.de gerade einmal 1,9 Mio. Euro Umsatz erzielt (Bild: eigene Grafik)

Auffällig dabei: Das Geschäft im E-Commerce war damals von 40,4 auf 37,0 Mio. Euro gesunken. Das ist wiederum vor dem Hintergrund interessant, dass Planet Sports im Jahr 2014 erstmals online über Otto.de verkauft hatte und die Umsätze mit Warenverkäufen bei Amazon gestiegen waren.

Parallel gab das Geschäft im eigenen Online-Shop Planet-Sports.de deutlich nach, wo die Umsätze von 37,9 auf 30,9 Mio. Euro gesunken waren. Gründe für diese Entwicklung nennt Planet Sports nicht.

Dafür kann man dem Geschäftsbericht aber entnehmen, dass der Umsatz in den stationären Ladengeschäften von 10,6 Mio. Euro (2013) auf 14,7 Mio. Euro (2014) gestiegen war. Hierbei dürfte Planet Sports davon profitiert haben, dass allein im Jahr 2014 insgesamt vier neue Stores eröffnet wurden.

Vor diesem Hintergrund erklärt sich dann auch, warum Planet Sports immer wieder in den stationären Einzelhandel investiert. So wurde erst im vergangenen Herbst ein weiterer Store mit einem neuen Flagship-Konzept in Berlin eröffnet, bei dem Planet Sports auf deutlich größere Flächen und eine exponierte 1A-Lage setzt (aktuell betreibt Planet Sports zwölf Ladengeschäfte in Deutschland).

Von einem zweistelligen Millionenumsatz dürfte Clubsale dagegen noch weit entfernt sind. Wenn man für das Geschäftsjahr 2015 von einem ähnlichen Umsatzniveau wie bislang ausgeht, so dürfte der Club bei einem Plus von 20 Prozent erst einen Netto-Umsatz von rund 2,5 Mio. Euro generieren.

Clubsale wurde 2009 gegründet und bietet wechselnde Verkaufsaktionen, die aber nur registrierte Mitglieder einsehen können. Das erinnert an das Geschäftsmodell des französischen Clubs Vente Privée, wobei Clubsale aber durchaus eine andere Strategie fährt. Denn Vente Privée ordert Ware erst dann bei Marken, wenn eine Kampagne beendet ist. So kann der Shopping-Club nur die Ware auf Lager nehmen, die auch verkauft wird. Das reduziert das Warenrisiko, erhöht aber die Lieferzeiten. So müssen Kunden oft einige Wochen auf ihre Pakete bei dem französischen Shopping-Club warten.

 


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Bei Clubsale beträgt die Lieferzeit dagegen nur wenige Werktage, weil die Ware bereits vor dem Start der Verkaufsaktionen auf Lager ist. Wie Vente Privée will auch Clubsale.de bei seinen Kampagnen mit günstigen Preisen punkten. Hier machen langjährige Partnerschaften zu internationalen Marken besondere Konditionen möglich, die bei den Verkaufsaktionen an Kunden weiter gegeben werden. Verkauft werden sowohl Lager-Restbestände als auch Ware, die extra für Clubsale beschafft wird.

Der Shopping-Club läuft getrennt vom Online-Geschäft von Planet Sports und wurde mit Absicht unter einer separaten Zweitmarke gestartet, um auf diese Weise eine neue Kundengruppe zu erreichen.

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1 Kommentar zu 20 Prozent Plus als Ziel: Planet Sports pusht seinen Shopping-Club

  1. …und verschickt Newsletter an Kunden, die sich vor Jahren schon abgemeldet haben. Liegt wahrscheinlich auch am Wechsel der Warenwirtschaft, die ja eine totale Katastrophe war, wie man gelesen hat.

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